Mittwoch, 21. März 2012

Faule verdienen weniger ...

'Frauen verdienen weiterhin oft weniger als Männer ... Insgesamt war der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen im vergangenen Jahr sogar um 23 Prozent niedriger. Dieser Satz kommt dadurch zustande, dass Frauen oft in Berufen arbeiten, die schlechter bezahlt sind, und in Teilzeit.' (n-tv)

Bemerkenswert an diesem Artikel ist in erster Linie die Überschrift. Sie soll suggerieren, dass jemand weniger verdient, nur weil er weiblich ist. Das führt sich im Text weiter fort, es folgt ausführliches Geblähe vom 'gleichen Job' und 'gleicher Qualifikation'. Erst am Ende - immerhin - wird deutlich, wer tatsächlich aus welchem Grund weniger Geld bekommt: Derjenige, der den einfacheren Job wählt und der, der nur Teilzeit statt Vollzeit arbeitet. Insofern hätte die korrekte Überschrift 'Faule Frauen verdienen weniger als fleißige Männer' lauten müssen - aber derlei wäre keine Meldung wert und zudem politisch nicht korrekt.

Kommentare:

  1. Die Frage, die sich stellt, ist doch, warum gerade Frauen den einfacheren Job wählen oder warum sie Teilzeit arbeiten müssen: Weil sie immer noch nicht diesselbe Unterstützung von der Gesellschaft erfahren und immer noch in traditionelle Rollen gedrängt werden! Wer nimmt denn vorrangig Erziehungsurlaub, und hat es danach schwerer in das Berufsleben wieder hineinzufinden? Wer macht Karriereabstriche zu gunsten der Familie? Meistens Frauen. Die Tatsache, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer, kann nicht geleugnet werde. Und wenn Sie sich in anderen Ländern umschaunen, finden sie dasselbe Problem. Feminismus beschreibt nicht nur politische Phänomene, sondern auch gesellschaftliche. So werden Frauen immer noch radikal auf ihr Äußeres reduziert (man beachte, dass Frau Merkels Kleidung, obwohl sie eine der Mächtigsten Frauen Deutschlands ist, noch immer kommentiert wird- wer kommentiert bitte den Schlips von Sarkozy?) und mit Sexismus in allen Bereichen des Lebens konfrontiert werden. Ein baldiges "Ende" (wie auch immer das Aussehen muss) des Feminismus kann noch nicht eintreten, denn das Ziel Gleichberechtigung ist noch in keinster Weise erreicht.

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    1. ich stimme ihnen zu und finde auch das sich mehr frauen einfach mal dazu äußern sollten was sie empfinden und wie wir als frau diese Männerwelt ertragen müssen! danke das sie diesen beitrag kommentiert haben jederkann anscheinend ins internet schreiben was er will und was er denkt aber wir müssen es nicht glauben oder ernstnehmen!

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  2. Eigentlich ärgere ich mich, dass ich überhaupt einen Kommentar für ihren Blog verfasst habe, denn damit würde ich ausdrücken, dass ich diesen Blog ernstnehme. Ich kann und will ihn aber nicht ernstnehmen und ich hoffe, dass es anderen Frauen auch genauso geht.

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  3. Frauen wählen den einfacheren Job, weil sie auf Alimentierung durch Staat und Männer setzen - es ist eben viel bequemer, einen Unternehmenslenker zu heiraten, als selbst ein Unternehmen zu lenken. Nicht zu vergessen die Unterhaltsansprüche der armen 'Karriereverzichterin'. Und ein pseudowissenschaftliches Studium in irgendwelchen Laberfächern läßt sich entspannter abstricken als ein Ingenieursstudium.
    Keine Frau wird in 'traditionelle Rollen gedrängt', das Gegenteil wird mit 'girlsdays' und Frauenförderung und Frauenquoten an allen Ecken versucht. Zudem wären junge Mütter wenig begeistert, wenn der Kindesvater sie zwecks Karriere in den Job schickt, um sich derweil selbst um die Kinder und den Haushalt zu kümmern. Kinderkriegen ist doch gerade der Notausgang, durch den Frauen der Erwerbsarbeit entfliehen. Interessanterweise ist die Vollerwerbsneigung bei Frauen selbst dann nicht besonders ausgeprägt, wenn gar keine Kinder zu versorgen sind.
    Und Merkels Kleidung ist nicht häufiger Thema, als es Herrn Schröders Cohiba-Zigarren, sein Brioni-Anzug oder oder die Haarfarbe waren - derlei hat sicher nichts mit 'Sexismus' zu tun.

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  4. Frauen müssen "die Männerwelt" ertragen??? Das ist total lächerlich! Frauen machen es sich sehr einfach in unserem Land! Sie wollen arbeiten, aber bitte nicht zuviel, sie wollen eine Familie und dafür Zeit haben...und alles bitte gleichzeitig...ob das auf Kosten anderer Leute passiert...ist doch egal!Beobachtet mal die Eiscafes,die Parks und die Thermalbäder...da hocken sie den ganzen Tag..."die armen, armen gestressten Frauen. Gekocht wird nicht mehr...essen gehen ist die Devise, putzen?..ne, da gibt es Putzfrauen...und abends kann ja dann der Ehemann ran...die Teilzeitkräfte in den Firmen haben ein Paradies auf Erden, das ist die neue "komm ich heut nicht, komm ich morgen-Generation". Es gibt doch genug Vollzeitkräfte, die machen das schon!
    Irgendwo hört der Spass auf!Die machen sich ein bequemes Leben auf Kosten anderer und das ist eine Schweinerei! Das Bild der Frau in der Gesellschaft muss geändert werden: die arme gestresste Hausfrau gibt es nicht mehr!

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