Freitag, 24. Februar 2012

Syrien: Rotes Kreuz rettet Frauen und Kinder

Im Zeichen der Gleichstellung und des gender mainstreaming hätte ein unvoreingenommener Beobachter vielleicht erwarten können, dass das Rote Kreuz auch einmal 'Männer und Kinder' rettet. Schließlich ist das Geschlecht nur eine soziale Konstruktion. Aber glücklicherweise halten die Hilfsorganisationen an ihren alten, überkommenen Geschlechterklischees eisern fest:

'Syrien
Rotes Kreuz rettet erstmals Frauen und Kinder in Homs

Kleine Pause in den Angriffen auf Homs: Nothelfer des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds haben Zugang zur belagerten syrischen Stadt Homs erhalten. Sie begannen mit der Versorgung Verletzter. Frauen und Kinder durften sie aus dem Viertel Baba Amr bringen ...' (SPIEGEL)

Männliche Zivilisten haben wieder einmal Pech, warum gehören die Dödel auch dem falschen Geschlecht an? Das Rote Kreuz muss man irgendwie verstehen - gerettete Frauen bringen einfach mehr Spenden, gerade von Männern.

1 Kommentar:

  1. Frauen und Kinder sind diejenigen, die wahrscheinlich selbst mit der Waffe in der Hand wehrlos gegen Assads Banden wären. Kinder auf jeden Fall; und was die Shabiha mit den Frauen z.T. anstellen, wurde auch schon berichtet.
    Im Gegensatz dazu ist Mann + Waffe eine wertvolle Ergänzung für den Widerstand gegen diesen verfluchten Diktator.
    Niemand verbietet den Männern zu gehen.... Es macht aber Sinn, wenn diese ihre Frauen und Kinder in Sicherheit schicken und sich entscheiden zu bleiben und zu kämpfen. Wenn es diese mutigen Leute nicht gäbe, wäre Syrien verloren.
    Was ich damit sagen möchte ist Folgendes: wenn vorrangig Frauen und Kinder aus der Stadt gebracht wurden, dann nicht, weil das Leben der Männer als weniger wertvoll betrachtet würde. Jedes Menschenleben ist wertvoll.
    Ich vermute außerdem, dass die Transportkapazitäten in diesem Fall nicht unendlich waren, so dass man lieber diejenigen aus der Stadt brachte, die im Kampf kaum bestehen könnten.
    Außerdem: Ist es denn nicht vorstellbar, dass viele Männer in Syrien die Frauen und Kinder aus ihren Familien in Sicherheit wissen möchten, bevor sie eventuell selbst gehen?
    So gehört es sich.
    Die Männer, die bleiben, demonstrieren und kämpfen, haben den größten Dank verdient, da Syrien durch deren Hand von einer verbrecherischen Clique befreit wird.
    Jeder Tote ist einer zuviel, ob Mann, Frau oder Kind, ob bewaffnet oder Zivilist!!

    -schreibt eine Frau

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