Dienstag, 26. Juli 2011

Buchtipp Michael Klonovsky - Der Held: Ein Nachruf

De mortuis nil nisi bene - wie es sich für einen Nachruf gehört, gibt es über den Toten nichts auf negative Weise Beschriebenes zu lesen. Mit kühlem Herzen und spitzer Feder präsentiert Klonovsky eine faktenreiche Polemik gegen Feminismus, Männerverachtung und Genderwahn. 'Das menschliche Gehirn hätte sich ohne die biologische Zweiheit der Geschlechter niemals so weit entwickelt, dass es sogar Theorien wie jene ersinnen konnte, diese Zweiheit sei ein soziales Konstrukt', schreibt er.
Der kurze Text ist eine gelungene Bestandsaufnahme des Zeitgeistes, der kritiklosen Überhöhung alles Weiblichen, er wirft die richtigen Fragen auf, gibt jedoch keine Antworten. Der Leser gewinnt bald den Eindruck, dass der Autor nicht den opferbereiten Helden der Vergangenheit selbst schätzt, sondern eher seinen Gestus und seine kraftvollen Sprüche. Helden heute findet er kaum noch, aktuell allenfalls unter männlichen japanischen Atomarbeitern, die in Fukushima ihr Leben für die Gemeinschaft einsetzen. Wir dürfen aber mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass schon bald von den 'Arbeiterinnen und Arbeitern' dort die Rede sein wird.

Wer sich mit Feminismus und der damit einhergehenden Abwertung von Männern und ihren Leistungen beschäftigt hat, wird nicht so enorm viel Neues erfahren.
Insgesamt aber eine lesenswerte, sprachlich geschliffene und streckenweise auch amüsante Streitschrift!
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Donnerstag, 21. Juli 2011

Frauenhilfstelefon

Deutschland ist gut bestückt mit Frauentelefonen, Frauenfördermaßnahmen, Mädchenhäusern, Frauenhäusern, Frauentaxis, Frauenhilfeeinrichtungen und dergleichen mehr. Der Staat sieht speziell Frauen als permanente Hauptopfer von Gewalt, es gibt allerorten Infotelefone und sogar ein Gewaltschutzgesetz. Doch damit nicht genug: Die Bundesregierung hat jetzt die Einrichtung eines kostenlosen 'Frauenhilfstelefons' beschlossen.

'Mit dem Frauenhilfetelefon soll erstmals ein bundesweites und rund um die Uhr erreichbares Hilfeangebot für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, geschaffen werden. Die Bundesregierung setzt damit ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrags im Bereich Gewalt gegen Frauen um.' (bmfsfj)

So soll wohl eine einfache Möglichkeit geschaffen werden, Männer auch anonym zu denunzieren. Es stellt sich allerdings die Frage, wie normale Frauen, die nicht in einmal der Lage sind, einfach die Nummer '110' zu wählen, das neue 'Frauenhilfstelefon' nutzen sollen:

'In Deutschland gibt es ein dichtes Netz von Unterstützungseinrichtungen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Viele Frauen finden jedoch den Zugang zu diesen Einrichtungen nicht.'

Offenbar hat die Frauenunterstützungsindustrie samt Frauenhausbetreibern massive Probleme, 'Opfer' zu rekrutieren, damit weiterhin an die gewohnten staatlichen Euro-Millionen zu kommen und zu überleben - da kommt das Frauenministerium mit seinem neuen steuerfinanzierten 'Frauenhilfstelefon' gerade recht, vielleicht lässt sich Kundschaft keilen.
Natürlich weiß auch die Bundesregierung aus selbst in Auftrag gegebenen Studien, dass hauptsächlich Männer Opfer von Gewalt sind - aber der Wunsch, dem feministischen Zeitgeist zu huldigen und die Geschlechter gegeneinander aufzuhetzen, scheint übermächtig.
Nein, die Forderung nach einem bundesweiten 'Männerhilfstelefon' soll hier nicht erhoben werden - Männer können '110' wählen.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Die Frauen des 20. Juli? Welche Frauen?

Politik und Medien werden nicht müde, die Stärke und Überlegenheit von Frauen auf allen Gebieten zu betonen. Wenn es jedoch um Revolution gegen ein Unrechtsregime oder einen Diktator geht, ist von Frauen allgemein wenig zu bemerken - die jüngsten Bilder aus arabischen Ländern sprechen eine deutliche Sprache. Das war auch unter Hitler nicht anders. Die Wähler des deutschen Diktators waren 1933 zwar in erster Linie weiblichen Geschlechts, das Attentat auf ihn am 20. Juli 1944 aber ging allein auf Männerkonto, die Damen hielten sich zurück.

Diese historischen Tatsachen passen nicht ins frauenzentrierte Weltbild, da hilft, wie jedes Jahr am 20. Juli, ein wenig Geschichtsklitterung:

'Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat 67 Jahre nach dem Attentat auf Adolf Hitler den Widerstand gegen die Nazi-Diktatur gewürdigt.
Wowereit sagte am Mittwoch, die Männer und Frauen hätten ihr Leben eingesetzt, um die nationalsozialistische Gewaltherrschaft zu stürzen ... '
(rbb).

Keine einzige Frau hat am 20. Juli 1944 ihr Leben eingesetzt. Damit können die Damen heute offenbar nicht leben, es gab sogar einen Film mit dem Titel 'Die Frauen des 20. Juli'. Werbetext: 'Dieser Film setzt den Frauen ein Denkmal, die für die Ideale des 20. Juli das größte Opfer brachten: ihre Männer und Väter.'
Vergleichbares findest sich in Büchern, z.B. 'Mit dem Mut des Herzens'. Zwar wird hier keine Attentatsbeteiligung von Frauen herbeigeschummelt, aber 'Zwölf Frauen stehen hier stellvertretend für viele, die den 20. Juli 1944 als Schicksalstag erlebten. Ihre Männer, meist junge Offiziere und Diplomaten, wurden verhaftet, gefoltert, getötet ...' Wohlgemerkt: Die Männer, und nur sie.

Zu Deutsch: Frauen haben sich am 20. Juli zwar nicht einmal ansatzweise gegen Hitler engagiert, sollen aber dennoch als Hauptopfer dastehen, damit das feministische Selbstbild von der überlegen-starken Opferfrau keinen Schaden davonträgt. Wer einmal googeln mag, wird im ganzen Internet diesen haarsträubenden Unsinn von den 'Männern und Frauen des 20. Juli' finden.

Montag, 18. Juli 2011

Millionen Männer und Knaben in Afrika leben ohne Zugang zu sanitärer Grundversorgung

'Ziel der Kampagne ist es insbesondere, darauf aufmerksam zu machen, dass WASH kein geschlechtsneutrales Thema ist, sondern Männer und Jungen von fehlendem Zugang zu sauberem Trinkwasser, fehlenden Toiletten und schlechter Hygiene weit schwerer betroffen sind als Frauen. Millionen Männer und Knaben in Afrika leben ohne Zugang zu sanitärer Grundversorgung. Damit Männer in Afrika nicht um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie müssen.'

Würde eine solche Kampagne nicht von sämtlichen Frauenverbänden, Kirchen, Sportvereinen und Bundesregierungen sofort und mit Recht als frauenfeindlich und sexistisch gegeißelt werden? Wir dürfen getrost davon ausgehen, und tatsächlich existiert eine solche Aktion für Männer nicht. Was auch sinnvoll scheint, denn die Cholera, um nur ein Beispiel zu nennen, pflegt sich ihre Opfer nicht nach Geschlecht auszusuchen.

Dagegen halten es 'Brot für die Welt', diverse Fußballvereine und die deutsche Bundesregierung es für eine richtig gute Idee, wash-united.org mit einer fast wortgleichen Kampagne zu unterstützen - im tatsächlich veröffentlichen Text und auf den Plakaten sind allerdings 'Männer' durch 'Frauen' ersetzt und 'Jungen' durch 'Mädchen'.
Wenn das Thema Wasserversorgung nicht so ernst wäre, könnte dieser Hinweis auf weiblichen Wassermangel direkt amüsieren: 'Da Wasserholen in Afrika traditionell Frauensache ist, bedeutet dies, dass Millionen Frauen und Mädchen täglich 6 Kilometer und mehr zurücklegen müssen, um Wasser für ihre Familien heranzuschaffen.'
Offensichtlich haben die Damen in Afrika also durchaus Zugang zu frischem Wasser, 'Brot für die Welt' und Konsorten sähen es nur lieber, wenn Männer ihnen das Wasser heranschaffen und WCs bauen würden.

Freitag, 15. Juli 2011

Busse und Supermarktschlangen für Frauen - frauenfeindlich

'JERUSALEM taz | Ganz unter sich blieb das starke Geschlecht letzte Woche bei einer Wirtschaftskonferenz in Jerusalems Nationalhallen. Die in Europa und den USA erscheinende orthodoxe Tageszeitung des Thora-Judentums, Hamodia, richtete den Kongress aus, bei dem Frauen nicht erwünscht waren. Nach der Einführung von separaten Buslinien für Männer und Frauen und selbst Supermarktkassen nur für die frommen Bärtigen haben sich die Frauenfeinde ungehindert auf den Weg auch in öffentliche Einrichtungen gemacht ...'

Normalerweise hält die taz konsequent Frauen für das starke Geschlecht (das natürlich dennoch allzeit der Förderung bedarf) - in diesem Fall jedoch sind Männer gemeint.
Normalerweise hält die taz separate Bibliotheken, Strände, Badetage, Bahnabteile, Schachligen, Quotenjobs und dergleichen mehr speziell für Frauen keinesfalls für einen Beleg von Frauenfeindlichkeit, im Gegenteil. Was genau mag die taz nun bewegen, nach Geschlechtern getrennte Buslinien und Supermarktschlangen als Werk von Frauenfeinden, noch dazu von 'frommen Bärtigen', zu brandmarken? Ist es nur der Neid, dass kein Frauenministerium den genialen Gedanken der Geschlechtertrennung in Bus und Supermarkt ersonnen hat?

Samstag, 2. Juli 2011

Belgien verordnet sich eine gesetzliche Frauenquote

'Belgien bekommt vom kommenden Jahr an eine Frauenquote für börsennotierte Unternehmen. Mindestens 30 Prozent der Vorstandsposten sollen von Frauen besetzt sein ... Die Quote gilt auch für Staatsbetriebe wie Belgacom und Bpost. Um sie zu erreichen, soll jeder freiwerdende Posten nun mit einer Frau besetzt werden, bis die 30 Prozent erreicht sind ... Belgiens Poltiker haben sich Norwegen zum Vorbild genommen. Dort liegt die vorgeschriebene Frauenquote schon länger bei 40 Prozent.' (Süddeutsche)

In welcher Weise, möchte man da fragen, unterscheidet sich eigentlich die Frauenquote von einer Weissen-Quote? Und warum, möchte man auch gern wissen, gibt es keine Frauenquote für besonders gefährliche Jobs? Und wie lange, könnte man sich sorgen, wollen sich Männer ihre Diskriminierung noch gewaltlos gefallen lassen?

Gendermainstreaming, also die feministische Leugnung jeglicher Geschlechtsunterschiede, ist erklärtes Staatsziel in ganz Europa. Weshalb nur, wundert man sich da, ist plötzlich bei der Verteilung von Spitzenjobs - und nur bei diesen - das Geschlecht so wichtig? Warum nicht die Hautfarbe? Oder die Haarfarbe? Oder die Religionszugehörigkeit? Die sexuellen Vorlieben?