Freitag, 18. März 2011

Unwertes männliches Leben

"Die japanische Regierung hat den Betreibern des stark beschädigten AKW verboten, seine Mitarbeiter von der Anlage abzuziehen. Wie die Zeitung "Mainichi Shimbun" berichtet, hatte Tepco am Montag Sorge über die Sicherheit seiner Angestellten geäußert. Regierungschef Naoto Kan habe aber die Bitte, die Mitarbeiter abziehen zu dürfen, zurückgewiesen ... Ein namentlich nicht genannter Vertreter der Betreibergesellschaft sagte dem Blatt, dies bedeute, die Arbeiter sollten sich der Strahlung aussetzen und "sterben" ... " (SPIEGEL)

Ob die japanische Regierung wohl ähnlich unnachgiebig reagiert hätte, wenn die Mitarbeiter der Anlage weiblich wären?

Interessant scheint in diesem Zusammenhang die Hilfe der tschechischen Regierung für ihre Bürger in Japan - sie sollen ausgeflogen werden. Ausgewählt allerdings nicht etwa nach Bedürftigkeit, sondern nach Geschlecht, "with women and children having priority" (Prague Daily Monitor).

Donnerstag, 17. März 2011

Familienernährerinnen

Wer als Mann eine Familie ernährt, hat es nicht immer leicht:

1. Viele Männer werden unfreiwillig zu Familienernährern
2. Nicht nur hochqualifizierte Männer werden zu Familienernährern
3. Viele Männer verdienen keinen Familienlohn.
4. In der Regel übernimmt die Frau nicht in Gänze die Hausarbeit.
5. Für Familienväter gilt, was für viele Männer hierzulande gilt: Unsichere und prekäre Jobs.

Eine Gewerkschaft, die auf sich hält, hätte hier Einiges anzuprangern - aber es geht in der Aufzählung bloß um Männer, also schweigt der DGB. Seit es nun vereinzelt auch Frauen gibt, die ihr selbst verdientes Geld nicht für sich allein behalten dürfen, hat der DGB plötzlich eine Opfergruppe entdeckt: Frauen.
Und siehe da, was für Männer, die nach dem Job auch noch im Haushalt helfen sollten, immer OK war, ist für die so starken und überlegenen Frauen ein bitteres Los:

1. Viele Frauen werden unfreiwillig zu Familienernährerinnen
2. Nicht nur hochqualifizierte Frauen werden zu Familienernährerinnen.
3. Viele Familienernährerinnen verdienen keinen Familienlohn.
4. In der Regel übernimmt der Partner nicht in Gänze die Hausarbeit.
5. Für Familienernährerinnen gilt, was für viele Frauen hierzulande gilt: Unsichere und prekäre Jobs.
(DGB)

So langsam scheinen sich die ersten Damen ein fürsorgliches Patriarchat zu wünschen statt der Selbstverwirklichung an einer Lidl-Kasse, wo frau nicht einmal ungeteilt ihren Lohn behalten darf.

Donnerstag, 10. März 2011

Frauenquote - der feministische Endsieg ist nah!

Seit gestern gibt es erstmals eine Seite im Netz, die der Männerdominanz entgegentritt und die eigene Schwerpunkte für Frauen setzt:

Frauen-Quote  (nur noch als Archiv)

Dieses Portal versteht sich als Vertretung für alle Frauen. Das neue Jahrtausend wird das Jahrtausend der Frau sein, das Jahrtausend des Friedens, des Füreinander-Miteinanders, kurz: das weibliche Jahrtausend! Kommentiert werden kann und braucht auf frauen-quote.de nicht, die ganze Wahrheit steht bereits da, engagiert formuliert von den vier Damen Mandy, Irene (genannt Nele), Dimitra und Anna-Lene.