Freitag, 18. Februar 2011

Afghanistan - wo bleibt die Frauenquote?

Allerorten schießen Studien aus dem Boden, denen zufolge Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert seien. Ziel weiblichen Begehrens sind meistens gut dotierte Posten in großen Unternehmen, zu deren Aufstieg sie persönlich nichts beigetragen haben. So beklagt beispielsweise die FidAr ("Frauen in die Aufsichtsräte"), dass "nur ca. 12 Prozent der Aufsichtsratspositionen der großen deutschen Unternehmen mit Frauen besetzt" seien, "zu wenig!".

Diese typische Rosinenpickerei wäre nicht der Erwähnung wert, wenn man nicht feministischerseits z.B. den Einsatz in Afghanistan mit dem Argument rechtfertigte, es ginge dort schließlich um "Frauenrechte". Im Interview der “Frankfurter Rundschau” vom 17.2.2011 hielt Ex-Aussenminister Fischer den “Verharmlosern”, die meinten, Frauenrechte in Afghanistan könnten kein Grund für einen Krieg sein, entgegen: “Was meinen Sie, was im Westen los wäre, wenn wir Afghanistan sich selbst überlassen und dann wieder die ersten Bilder von malträtierten oder gar gesteinigten Frauen um die Welt gehen!”.

Ja, was meinen wir?
Wäre es dann nicht hohe Zeit, dass Frauen selbst einmal die Waffen in die Hände nehmen "für Frauenrechte" in Afghanistan? Und vielleicht wenigstens eine Gefallenen-Quote von "nur 12 Prozent" stellen?
Gerade heute sind wieder zwei deutsche Soldaten in Afghanistan gefallen, selbstredend Männer. Zwei von mittlerweile 47 Männern (tagessschau). Keine einzige deutsche Frau wurde bisher dort umgebracht. Zu wenig! Langfristig sollte die Gefallenenquote der Frauen auf 30 - 40% steigen - analog zu den angestrebten Frauenquoten in Aufsichtsräten.