Donnerstag, 22. Dezember 2011

Vom Preis der Vaterlosigkeit

Immer wieder fällt auf, dass Gewaltäter vaterlos aufgewachsen sind - man muss nicht bis Hitler, Stalin, Napoleon zurückgehen. Insofern sollte hinterfragt werden, ob die gängige Auffassung, ein Kind gehöre nur 'zur Mutter' und der Vater möge sich fern halten und aufs Zahlen beschränken, wirklich dem Interesse der Kinder und der Gesellschaft dient. Möglicherweise sind allein erziehende Mütter samt Patchwork-Familien doch nicht das Gelbe vom Ei.

Kindererziehung liegt meistens in Frauenhänden. Die Tatsache, dass ein möglicher Zusammenhang zwischen Schwerstkriminalität und rein weiblicher Erziehungsleistung nicht einmal erforscht wird, ist zumindest bemerkenswert. Vielleicht befürchtet man die Erkenntnis, dass Mütter für die Erziehung von Kindern ungeeignet sind, dass sie eines starken männlichen Korrektivs bedürfen. Derlei würde der feministischen Doktrin zuwiderlaufen und vor allem weibliches Selbstverständnis ins Mark treffen. Aus amerikanischen Statistiken geht hervor, daß 2/3 aller Vergewaltiger und 3⁄4 aller jugendlichen Mörder vaterlos aufgewachsen sind.

'Der Vater des Massenmörders, Jens Breivik, fühlt sich indirekt mitschuldig an dem Verbrechen des Sohnes. Das sagte er dem Magazin "Stern". Wahrscheinlich wäre das alles nicht passiert, wenn er sich mehr um seinen Sohn gekümmert hätte, so Breivik. Sein Sohn sei ohne ihn aufgewachsen, da er in einem Sorgerechtsstreit mit seiner damaligen Frau unterlegen gewesen sei.' ( n-tv )

Kommentare:

  1. Ich halte das für gut möglich... Aber das ist eine Frage, die man in der heutigen Gesellschaft nicht stellen darf. Ungefähr genauso wie die Frage wie viele Juden eigentlich die NSDAP gewählt hatten.

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  2. Das wäre doch eine Aufgabe für Christian Pfeiffer vom kriminologischen Institut Niedersachsen! Der hat es doch so mit Ursachen für Gewalt!

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  3. Wieviele nichtgewalttätige Menschen wachsen ohne Vater auf?
    Mich würde ehrlich interessieren, ob der Anteil sich da wirklich dramatisch unterscheidet.

    Abgesehen davon wird man der Sache nicht gerecht, wenn man behauptet, Frauen würden Männer von der Kindererziehung ausschließen. Und ein feministisches Ziel ist das auch mit Sicherheit nicht.

    Was solche Gedanken mit einem "gedeihlichen Zusammenleben" von irgendwem zu tun haben sollen, ist mir schleierhaft.

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  4. "Abgesehen davon wird man der Sache nicht gerecht, wenn man behauptet, Frauen würden Männer von der Kindererziehung ausschließen. Und ein feministisches Ziel ist das auch mit Sicherheit nicht."

    Natürlich ist dies kein feministisches Ziel. Man kann auch nicht behaupten, daß es das Ziel der Bush-Administration war, Menschen zu quälen, zu foltern, Unschuldige in Kriegen zu töten und die Menschen zu belügen.

    Jeder aufgeklärte Zeitgenosse weiß, daß Al Qaida bekämpft werden mußte, und einem Volk der Frieden und die Demokratie gebracht werden sollten.

    [Ironie off] Wir leben jetzt im 21. Jahrhundert. Tucholsky, Ossietzky und Co. würden ein bißchen bedröppelt dreingucken, wenn sie sehen würden, was es heute noch für naive Leute gibt.

    "Was solche Gedanken mit einem "gedeihlichen Zusammenleben" von irgendwem zu tun haben sollen, ist mir schleierhaft."

    Einfach noch ein bißchen weiter in diesem Blog stöbern. Vielleicht wird man da ja fündig. Ausreichend Interesse ist sicherlich vorhanden.

    Die Sache ist also ganz einfach. Einfach den Verstand benutzen, und schon ist die Sache gelöst. Jeder kann also selbst etwas für unser gedeihliches Zusammenleben tun.

    PS: Die Vaterlosigkeit als solche ist sicherlich nicht die Ursache solcher Verbrechen, auch wenn so etwas schon schmerzlich genug ist und ein Kind schwer belastet. Menschen wie der Attentäter gedeihen auch in schönen "heilen" bürgerlichen Familien, wie uns das letzte Jahrhundert zeigte.

    Unsere Staaten machen es aber manchen skrupellosen Frauen leichter, ihre Kinder zu mißhandeln und sie von ihrem Vater zu entfremden.

    Eigentlich habe ich keine Lust mehr, Menschen mit normaler Schulbildung elemantare Geistesfähigkeiten nahezubringen. Dies ist aber leider immer wieder vonnöten.

    Ich fordere hiermit alle Menschen auf, sich selbsttätig von gesellschaftlichen Lügensystemen zu emanzipieren.

    Unsereins will schließlich auch mal seine Ruhe haben.

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  5. "Unsereins will schließlich auch mal seine Ruhe haben." Völlig richtig! Soll ich mich neben meinem 12-Stunden-Job jetzt auch noch um die Kindererziehung kümmern? Und wozu brauche ich dann noch meine Frau? Das Haus putzt die Zugehfrau und essen tue ich meist außer Haus.

    Was anders: über die Tatsache, dass auch beim Untergang der Costa Cordalis mehr Männer als Frauen umgekommen sind, weil diese ihnen und den Kindern ihre Plätze in den Rettungsbooten überlassen mussten, regt sich niemand auf!!

    http://www.sueddeutsche.de/reise/evakuierung-der-costa-concordia-frauen-und-kinder-zuerst-ein-mythos-1.1259845

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