Samstag, 17. September 2011

Sprachfeminismus siegt vor Gericht

'Wegen einer diskriminierenden Stellenanzeige hat das Oberlandesgericht Karlsruhe einer abgelehnten Bewerberin eine Entschädigung von rund 13.000 Euro zugesprochen. Die als Personalleiterin tätige Frau hatte sich auf eine Anzeige "Geschäftsführer gesucht" beworben. Als ihre Bewerbung nicht berücksichtigt wurde, forderte sie Entschädigung wegen geschlechtsbezogener Benachteiligung. Das OLG gab ihr recht: Der Begriff "Geschäftsführer" sei eindeutig männlich und werde weder durch den Zusatz "/in" noch eine Ergänzung "m/w" erweitert, teilte das Gericht mit.' (n-tv)

Da wünscht man sich, dass die verehrte Richterschaft vor dem Abitur oder wenigstens im Rahmen des Studiums zu einem kleinen Grundkurs 'Deutsch' gezwungen worden wäre. Denn ohne Zweifel ist die Ausschreibung der Stelle eines Geschäftsführers nicht diskriminierend, sondern völlig im Einklang mit der amtlichen deutschen Rechtschreibung.
'Geschäftsführer' meint im Sinne des generischen masculinum beide Geschlechter, wie auch der 'Mensch' sowohl Männlein wie Weiblein meint und bislang glücklicherweise noch ohne 'Menschin' oder 'm/w' auskommt. Ein Hinweis auf 'die alten Griechen' (Pluralbildung im Deutschen grundsätzlich weiblich) umfasst Männer wie Frauen, würde man 'Griechinnen und Griechen' erwähnen, hätte man Frauen doppelt genannt.
Die Sonne ist nicht weiblich, der Mond ist nicht männlich und eine Person, eine Geisel darf durchaus ein Mann sein.
Bitter für die Firma, die nun tausende Euro zahlen muss, nur weil deutsche Richter nichts von Sprache, nichts vom Unterschied zwischen genus und sexus, daür aber zu viel vom Gender-Feminismus verinnerlicht haben - Behörden und Justiz brauchen eine Entfeminisierung.

Kommentare:

  1. Ich bin durch antimisandry.com auf Ihren Blog aufmerksam geworden und ab sofort ein regelmässiger Leser. Eine wunderbare Arbeit die Sie leisten.

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  2. Hier liegt offensichtlich ein Irrtum vor: Nicht die Stellenanzeige selbst wurde als geschlechtsdiskriminierend beurteilt (was sie auch nicht ist; die übliche und in meinen Augen bewahrenswerte generische Verwendung des Maskulinums wurde ja bereits oben erwähnt), sondern die Tatsache, dass die Bewerbung einer Frau gar nicht erst berücksichtigt wurde.

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