Samstag, 3. September 2011

Kampf ums Geschlecht

Jemand von Verstand käme kaum auf den Gedanken, dass es sich beim männlichen und weiblichen Geschlecht lediglich um ein soziales Konstrukt handelt - die Idee ist feministischen Ursprungs, wurde vor Jahren auf einer weithin unbeachteten Weltfrauenkonferenz verkündet und hat von dort aus Eingang in die europäische Politik gefunden: gender mainstreaming. Es sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass der Begriff 'gender' auf einen Arzt zurückgeht, der bei einem Jungen eine Geschlechtsumwandlung vornahm und das Opfer damit in den Selbstmord trieb.
Was bleibt den Gendergläubigen also übrig, wenn sie ihren Glauben gegen Ungläubige verteidigen wollen? Richtig: Wer die feministische Gendertheorie für Unsinn hält, ist 'rechts':

'Was macht Frauen zu Frauen und Männer zu Männern? Nicht nur die Biologie bestimmt die sexuelle Identität, sondern auch Umwelt und Gesellschaft - so lautet eine altbekannte, gemeinhin akzeptierte Theorie ... Mehrere französische Tageszeitungen zitieren entsprechende Passagen aus den frisch gedruckten Büchern: "Jeder lernt gemäß seines Umfelds, Mann oder Frau zu werden", heißt es dort ... So weit, so unaufregend - doch die konservativen Kritiker finden, so etwas habe im naturwissenschaftlichen Unterricht nichts zu suchen. Es sei schockierend, dass diese Theorie als wissenschaftliche Wahrheit präsentiert werde, die es nicht sei, empörte sich der Generalsekretär der UMP, Jean-François Copé. "Das ist, als würde man in Wirtschafts-Fachbüchern den Marxismus als wissenschaftliche Wahrheit darstellen", zitierte ihn die Tageszeitung "Libération". Der Gegenwind kommt vor allem aus dem rechten Lager ...' (SPIEGEL)

Natürlich, zum rechten Lager gehört, wer diese angeblich 'altbekannte, gemeinhin akzeptierte Theorie' anzuzweifeln wagt und nicht als Wahrheit verkündet sehen möchte.

1 Kommentar:

  1. Noch kein Beitrag zu Strauß-Kahn hier? Oder Kachelmann?

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