Samstag, 2. Juli 2011

Belgien verordnet sich eine gesetzliche Frauenquote

'Belgien bekommt vom kommenden Jahr an eine Frauenquote für börsennotierte Unternehmen. Mindestens 30 Prozent der Vorstandsposten sollen von Frauen besetzt sein ... Die Quote gilt auch für Staatsbetriebe wie Belgacom und Bpost. Um sie zu erreichen, soll jeder freiwerdende Posten nun mit einer Frau besetzt werden, bis die 30 Prozent erreicht sind ... Belgiens Poltiker haben sich Norwegen zum Vorbild genommen. Dort liegt die vorgeschriebene Frauenquote schon länger bei 40 Prozent.' (Süddeutsche)

In welcher Weise, möchte man da fragen, unterscheidet sich eigentlich die Frauenquote von einer Weissen-Quote? Und warum, möchte man auch gern wissen, gibt es keine Frauenquote für besonders gefährliche Jobs? Und wie lange, könnte man sich sorgen, wollen sich Männer ihre Diskriminierung noch gewaltlos gefallen lassen?

Gendermainstreaming, also die feministische Leugnung jeglicher Geschlechtsunterschiede, ist erklärtes Staatsziel in ganz Europa. Weshalb nur, wundert man sich da, ist plötzlich bei der Verteilung von Spitzenjobs - und nur bei diesen - das Geschlecht so wichtig? Warum nicht die Hautfarbe? Oder die Haarfarbe? Oder die Religionszugehörigkeit? Die sexuellen Vorlieben?

Kommentare:

  1. Wie können die Frauenquoten verhängen?

    Ich dachte die haben nicht mal ne Regierung?

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  2. Ein positiver neuer Begriff für "das Thema" ist meines Erachtens "Gender Balance". Der Soziologe Peter Jedlicka hat dazu ein erbauliches kleines Büchlein geschrieben, das verhärtete Fronten aufweichen könnte.

    Jochen

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  3. @ Jochen
    '"Gender Balance". Der Soziologe Peter Jedlicka hat dazu ein erbauliches kleines Büchlein geschrieben...'

    „Die reichsten Länder der Welt sind auch jene mit der der am weitest fortgeschrittenen Gleichberechtigung…“ hat Jedlicka „beobachtet“ und folgert daraus, Gleichberechtigung sei die „Schlüsselkategorie für jede Politik, die sich dem Wohlstand und dem Wohlbefinden der Menschen verpflichtet fühlt…“

    Mir scheint, dass der Herr hier Ursache und Wirkung verwechselt. Unbestreitbar sind reiche Länder bei der Installation von Genderismus als Staatsideologie „führend“ (USA, skandinavische Länder) – aber weil sich diese Staaten den Schwachsinn „leisten“ zu können glauben. Reiche Länder verbrauchen auch den meisten Strom und produzieren die höchsten Müllberge. Daraus zu schließen, die Steigerung des Stromverbrauchs und die Vermehrung des Abfalls führe zu Prosperität, wäre doch wohl abwegig.

    Wolf

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  4. @Jochen

    Wie soll "Gender Balance" ein positiver Begriff sein?

    Man muß schon sehr naiv sein, um auf solche "neuen Kleider" positiv zu reagieren.

    Ich frag mich immer, was das für Leute sind, die auf so was reinfallen. Schon begrifflich und ästhetisch entlarvt sich dieser Müll.

    Wenn man dann dahinter schaut und überprüft, was drin steckt, bestätigt sich der Verdacht bzw. das gesunde menschliche Empfinden.

    Also noch mal für Naive: Daß Männer und Frauen gleich sind, ist eine nicht abschließend gesicherte Möglichkeit. Es ist also eine Anmaßung, das Ziel der Gleichberechtigung mit irgendwelchen Prozentverhältnissen zu verknüpfen.

    Warum meinen Gender-Theoretiker eigentlich ständig die Gleichheit von Mann und Frau bewiesen zu haben?

    Und was sollen dann eigentlich noch die Begriffe Mann und Frau?

    Nun ja...

    Man muß schon extrem dumm sein, um diesen ganzen Schwachsinn nicht zu durchschauen.

    Aber immerhin zählt man zu den guten Menschen, wenn man diesen Müll unterstützt. Dies ist unschätzbar. Da kann man seinen Verstand ruhig ausschalten.

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  5. @Wolf
    für Herrn Jedlicka hab' ich auch eine Beobachtung. Die Ländern mit den meisten Schulden haben auch die meisten Fakultäten, an denen nicht quantitativ tätige Soziologen beschäftigt sind, ergo muss man sich die entsprechenden Soziologen leisten können, wenn man Keyenesianer ist oder man kann sie sich nicht leisten, wenn man es mit Hayek hält!

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  6. Mir fällt noch ein, daß Männer und Frauen natürlich gleich sind.

    Ich muß mir selbst widersprechen. Wie kann man nur überhaupt die Möglichkeit zulassen, daß sie nicht gleich sind?

    Dann ist man ja auch ein Gegner der Gleichwertigkeit von Mann und Frau.

    Ich persönlich finde es unfaßbar, daß Leute in unseren Universitäten tätig sind oder daß Frauen mit akademischen Abschlüssen feministische Blogs betreiben und nicht dazu in der Lage sind, die Begriffe Gleichwertigkeit und Gleichartigkeit auseinanderzuhalten bzw. deren Unabhängigkeit voneinander zu realisieren.

    Man kann dies Feministinnen tausendmal erklären. Sie verstehen es nicht.

    Dies ist sozusagen die fixe Idee unserer Zeit, über die zukünftige Generationen einmal schmunzeln werden.

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