Sonntag, 26. Juni 2011

Kinder und Frauen sterben

'Während Präsident Karsai in Teheran an einem Anti-Terrorgipfel teilnimmt, jagt ein Selbstmordattentäter in Afghanistan einen Wagen voller Sprengstoff in die Luft. Direkt an einer Klinik. Wieder sind es vor allem Frauen und Kinder, die sterben ... Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte: "Diese ungeheuerliche Tat lässt jeglichen Respekt für Menschlichkeit vermissen. Das Ziel waren unschuldige Menschen: Kranke, Frauen und Kinder." '(n-tv)

Unser Außenminister will bestimmt andeuten, wie viel respektvoller und menschlicher es doch gewesen wäre, wenn in dem Krankenhaus nur Männer gestorben wären. Und er hat recht: Die Kerle hätten es kaum besser verdient gehabt - unschuldige Männer gibt es bekanntlich nicht, auch nicht in Krankenhäusern. Das hängt eindeutig mit dem Schuld-Gen zusammen, das auschließlich auf dem Y-Chromosom zu finden ist.
Der Aufruf des deutschen Außenministeriums an künftige Selbstmordattentäter lautet daher, als Ziel künftig bitte ausschließlich schuldige Menschen auszuwählen: Gesunde Männer!

Kommentare:

  1. Oh, wären es doch nur schuldige Männer gewesen. Diese ungeheurlichen Täter kennen wohl gar keinen Respekt für Menschlichkeit. Ich bin richtig betroffen. Habe schon mehrere dicke Träninnen vergossen ...

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  2. Ein Problem hab ich bei der Sache: Unterdrückte Minderheiten umzubringen geht natürlich gar nicht - Frauenundkinder z.B., Kranke und Schwullesbenundandersgeschlechtliche. Aber normalerweise werden doch auch MiHiGrus in diese Gruppe mit einbezogen - und da komm ich etwas ins Grübeln? Afghanistan ist ja so ein Fleck, da sind die Migranten quasi in der Mehrheit (das ganze Land besteht ja aus quasi denen). Macht das den ganzen Afghanistankrieg, -äh, humanitären Einsatz ... nicht total un-p.c.?

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  3. Diese Form idiotischer Auflistung von besonders schützenswerten Gütern ärgert mich auch schon seit langem... Aber für Politiker und Medien scheint es einen Katechismus zu geben, der aus ökonomischer Sicht die Welt vom Kopf auf die Füße stellt, denn die als besonders beklagenswert dargestellten Frauen und Kinder, sind diejenigen, die entweder noch keine Lebensleistung erbracht haben und - wenn man es schon werten will - gesellschaftlich verschmerzbarer sind als Männer oder diejenigen, deren Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlergehen einer Gesellschaft deutlich hinter dem von Männern zurückbleibt.

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  4. Frauen waren auch in Mitteleuropa „mehr wert“ als Männer, solange sie ihre Hauptaufgabe in der Arterhaltung sahen; auf dem Gebiet der Reproduktion sind sie – ganz im Gegensatz zu den Männern - unersetzlich.

    Seit sie sich der Wahrnehmung dieser Aufgabe weitgehend verweigern und sich stattdessen darauf kaprizieren, auf dem Fußbaldfeld, bei der Panzertruppe, in der Politik und bei der Telekom schlechte Männerkopien abzuliefern, haben wir ein demographisches Problem, dafür aber ist eine besondere Schonung von Frauenleben nun obsolet, ja aus ökonomischen Gründen zu vermeiden. Im Gegensatz zu den Fußball-Lesben sind Bastian Schweinsteiger und Mario Gomez Wirtschaftsfaktoren.

    An Afghaninnen sind in diesem Sinne natürlich andere Maßstäbe anzulegen als an die gemeine Hamburgerin.

    Wolf

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