Sonntag, 22. Mai 2011

„Nachpfeifen, Bemerkungen, Anstarren“

Nun ist die 'BILD' als seriöse Quelle nicht unbedingt die erste Wahl, als amüsante aber zuweilen schon. Die Zeitung hat gerade eine frische, sechs Jahre alte Studie entdeckt:

Schlimm – 58,2 Prozent der 10 000 befragten Frauen gaben der Studie zufolge an, sie hätten schon einmal „Situationen sexueller Belästigung erlebt, sei es in der Öffentlichkeit, im Kontext von Arbeit und Ausbildung oder im sozialen Nahraum“.

Damit nicht genug:

„Wir gehen von einer großen Zahl von Fällen aus, die nicht gemeldet werden“, sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders ... die Dunkelziffer sei hoch, glaubt Lüders.

Davon ist sicher auszugehen, zumal manch eine Frau bestimmt doppelt und dreifach sexuell belästigt wurde. Gefühlt dürfte Anteil sogar bei stolzen 360% liegen. Was genau ist nun das Fürchterliche, das diesen Wesen zugemutet wird? Man mag solche widerlich frauenverachtenden Entsetzlichkeiten gar nicht niederschreiben:

„Nachpfeifen, Bemerkungen, Anstarren“.

Da schämt man sich als Angehöriger des männlichen Tätergeschlechts in Grund und Boden und möchte nicht mehr auf der Welt sein, jedenfalls nicht ohne Geschlechtsumwandlung. Aber noch immer nicht genug:

„Das Opfer muss Beweise für die Anschuldigungen vorlegen“, sagte Lüders.

So geht es in einem ordentlichen Rechtsstaat selbstverständlich nicht. Justitia mag blind sein, aber sie kann sich doch angesichts der gellenden Opferschreie nicht auch noch völlig taub stellen! Wenn ein weibliches Opfer sich durch Bemerkungen belästigt fühlt und davon auch noch mutig berichtet, ist ein Beweis damit erbracht und der Belästiger flugs zu verurteilen. Ohne Berufungsmöglichkeit. Wofür haben wir schließlich Dunkelziffern?
Zudem weist die Tatsache, dass 'kaum Fälle vor Gericht landen', eindeutig auf ein Massendelikt von allen Männern, die mithin endlich hinter Gitter gehören!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen