Dienstag, 17. Mai 2011

Gleichstellung gilt ausschließlich für Frauen

Frauenbeauftragte gibt es seit Jahren im öffentlichen Dienst, um Frauen viele ungerechtfertigte Vorteile gegenüber Männern zu verschaffen, sei es bei Einstellungen oder Beförderungen - mit großem Erfolg. Nun steht seit Ewigkeiten etwas von 'Gleichberechtigung' im Grundgesetz und irgendwann setzte sich die Meinung durch, dass die Bezeichnung 'Frauenbeauftrage' doch ein wenig diskriminierend klingt. Nun besteht die Aufgabe einer Frauenbeauftragten in nichts Anderem als Männerbenachteiligung, aber der Name wurde geändert - seitdem haben wir, von Gesetzes wegen nur weibliche, 'Gleichstellungsbeauftragte'. Klingt gleich viel netter.
Die Aufgabenstellung der Damen, Diskriminierung von Männern aufgrund ihres Geschlechts, hat sich jedoch nicht geändert, denn gemeint ist ausschließlich die 'Gleichstellung', sprich Besserstellung von Frauen auf Kosten von Männern.

Bis ins provinzielle Goslar scheint sich dieses Wissen um die Aufgabe allerdings nicht herumgesprochen zu haben, wie jetzt die Abwahl der dortigen Gleichstellungsbeauftragten Ebeling durch die eigene Partei zeigt (Focus). Frau Ebeling hatte offenkundig vollkommen vergessen, dass sie als reine Frauenlobbyistin gewählt war und sich allen Ernstes Gedanken über gesellschaftliche Benachteiligungen von Jungen und Männern gemacht. Das ist, als würde ein Pastor die Besucher des Gottesdienstes davon zu überzeugen suchen, dass die These der Wiederauferstehung wissenschaftlich überhaupt nicht haltbar sei.

Selbstverständlich gab und gibt es Männerdiskriminierung. Sie ist politisch gewollt und durch die UN (so genannte 'Sondermaßnahmen') legitimiert. Es gehört ganz sicher nicht zu den Aufgaben von Gleichstellungsbeauftragten, Benachteiligungen von Männern aufzudecken oder gar zu bekämpfen. So wie es nicht zu den Aufgaben der Arisierungsbehörden gehörte, Benachteiligungen von Juden aufzudecken oder gar zu bekämpfen.
Das wird neben Frau Ebeling jetzt auch jede andere Gleichstellungsbeauftragte in Deutschland wissen und sich auf Brötchentüten couragiert gegen Gewalt an Frauen aussprechen.

Kommentare:

  1. Der Post hat gut angefangen, bis dann der 3te Reich Vergleich kam. Sowas ist einfach unnötig.

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  2. Der Vergleich ist nicht abwegig. Zitat aus dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" vom 7. April 1933 § 3 (1): "Beamte, die nicht arischer Abstammung sind, sind in den Ruhestand (§§ 8 ff.) zu versetzen". War damals für Beamte das Kriterium "arisch" unverzichtbar, ist es heute das Kriterium "weiblich" für Gleichstellungsbeauftragte. Das Geschlecht ist für die Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte unverzichtbare Voraussetzung im Sinne des § 611 Abs. 1 Satz 2 BGB, so dass die Einschränkung auf Frauen keinen Verstoß gegen Art. 3 Abs. 3 GG und gegen das Benachteiligungsverbot des § 611a Abs. 1 Satz 1 BGB darstellt.
    Nun ließe sich trefflich darüber streiten, dass das Kriterium "arisch" lediglich ein Konstrukt sei, während Weiblichkeit tatsächlich existiert, wenn man von der Gendertheorie absieht. Solche Kriterien - ob real oder konstruiert - ändern jedoch nichts daran, dass diejenigen, die sie erfüllen, bevorzugt werden, was auf der anderen Seite eben die beabsichtigte (!) Diskriminierung erzeugt. Heute wie damals.

    Auch die Forderungen nach "Frauen in Führungspositionen" erinnern an vergleichbare Parolen aus der Nazizeit. Einen Unterschied, ob jemand wegen der falschen Rasse oder wegen des falschen Geschlechts benachteiligt wird, macht aber nicht einmal das Grundgesetz.

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  3. > Sowas ist einfach unnötig.

    Das stimmt. Aber nicht, weil das, was im Nazideutschland passierte, so einzigartig sei, dass es unwiederholbar wäre. Sondern weil Diskriminierungen auf Grund falscher Gruppenzugehörigkeit so oft und an vielen Orten praktiziert worden ist, dass die Nazis dabei nur einer unter hunderten anderen sind. Ein um so bedauerlicher Umstand, dass das, was die Männerdiskriminierung ist, trotdem nicht als solches erkannt wird.

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  4. Natürlich gibt es ein Kriterium "arisch" als Äquivalent zu "weiblich". Es ist nur eine Umschreibung für deutsch bis in die dritte Generation.

    Nazi-Vergleiche sind auf struktureller Ebene legitim. Die einzigen, die das noch nicht kapiert haben, sind Feministinnen.

    Hier mal ein bißchen Nachhilfe:
    Unglaublich: Trolle machten schon Nazis das Leben schwer

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