Samstag, 22. Januar 2011

Rosa Strampler gut, blauer Strampler schlecht

Normalerweise bringen verantwortungsvolle Eltern ihren Kindern bei, dass sie sich ordentlich auf den Hosenboden setzen müssen, wenn sie als Erwachsene einen tollen Job haben wollen.
Dank der Errungenschaften des Gleichstellungsfeminismus können Eltern solcherlei Erziehungsbemühungen ab sofort einstellen, denn die Kinder mit dem guten rosafarbenen Strampler sollen künftig Führungspositionen automatisch bekommen und die mit dem schlechten blauen Strampler werden positiv diskriminiert - Anstrengung lohnt sich also für Kinder beiderlei Geschlechts nicht mehr.

'Klare Ansage der Arbeitsministerin: Ursula von der Leyen drängt auf mehr Frauen in Führungspositionen - und droht den Unternehmen mit einer gesetzlichen Quote. Die Alternative sei eine Selbstverpflichtung, sagte sie dem manager magazin. Das Minimum wäre dann aber ein Frauenanteil von 25 Prozent ...' (Spiegel)

Einen Beweis dafür, dass der geringe Frauenanteil in Führungspositionen auf Diskriminierung zurückzuführen sein könnte, bleibt die Ministerin allerdings schuldig, sie fühlt das wohl so. Oder hat es irgendwo in einer Frauenzeitschrift gelesen und dann muss es ja irgendwie richtig sein.
Sie beschränkt sich darauf, privaten (!) Unternehmen vorzuschreiben, wen sie gefälligst einstellen sollen - als wäre nicht der öffentliche Dienst mit seiner leistungsfeindlichen und männerdiskriminierenden Frauenquote abschreckend genug. Eine seltsame freie Wirtschaft ist das, die ihre Chefs auf staatlichen Befehl hin nach dem Kriterium 'trug rosa Strampler' auswählen muss. Das Vorgehen erinnert stark an die Weisung eines ehemaligen Arbeiter- und Bauernstaates, nur Arbeiterkinder studieren zu lassen.

Ins Feld geführt wird gern, dass in den 200 größten deutschen Unternehmen rund 96% der Führungspositionen Männer innehaben. Ganz abgesehen davon, dass es sich um ein reines Luxusphänomen handelt - es gibt schließlich nur wenige hundert solcher Posten und der normale Mann von der Straße hat überhaupt nichts davon, dass die von Männern besetzt sind - ist doch höchst erstaunlich, dass bis heute niemand eine zwingende Frauenquote für lebensgefährliche Berufe fordert, Minimum 25%. Tödliche Berufsunfälle treffen zu rund 96% Männer.

1 Kommentar:

  1. Wenn man wenigstens Quoten bei den Studienplätzen zur Vorbedingung für die weiteren Quoten fordern würde, also zB 25% der Frauen müssen die Fächer studieren, die klassischerweise Führungspositionen ergeben.

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