Mittwoch, 10. November 2010

„Warum ich gern ein Mädchen/Junge bin“

Das Institut für Grundschulpädagogik der Humboldt-Universität ließ Zehnjährige Aufsätze schreiben: „Warum ich gern ein Mädchen/Junge bin“; verglichen wurden diese mit Aufsätzen zum gleichen Thema aus dem Jahre 1981. Fazit:
1.) Das „Rollenverständnis" von Jungen und Mädchen divergiert heute genauso stark wie vor drei Jahrzehnten.
2.) Während sich Jungen heute nicht viel anders sehen als vor dreißig Jahren, ist bei den Mädchen eine deutliche Verschiebung festzustellen:


'Im Jahr 1980 waren ihre Äußerungen meist auf vier Bereiche gleichermaßen bezogen: praktische Fähigkeiten im Haushalt (25 Prozent), Attraktivität/Kleidung (22 Prozent), körperlich/sportliche Fähigkeiten und Spiele wie Gummitwist, Geräteturnen, mit Puppen spielen (20 Prozent) und soziales Verhalten/Fürsorglichkeit/Bravheit (20 Prozent).

Im Jahr 2010 überwiegen hingegen deutlich die Äußerungen, die sich auf Schönheit und modische Attribute beziehen. Mit deprimierender Regelmäßigkeit liest man: „Ich bin gern ein Mädchen, weil ich lange Haare habe“, „weil ich mich schminken kann“, „weil ich schöne Sachen anziehen kann“. Praktische, auf Hausarbeit bezogene Tätigkeiten werden 2010 nicht mehr genannt…
'


…dafür aber ein richtiger Knüller: „...weil Mädchen besser als Jungen schoppen gehen“.

Ist das das traurige Ergebnis feministischer Erziehung in den Schulen ? Das wohl weniger. Viel wahrscheinlicher ist es das Vorbild der Mütter aus der Girlie-Generation, deren Oberflächlichkeit hier prägend wirkt und gegen das auch ambitionierter Fachunterricht und "GirlsDay" nichts ausrichten können. Geradezu erfreulich dagegen, daß sich die Knirpse nicht beirren lassen: :wink:

"...weil ich im Stehen pinkeln kann"
http://www.tagesspiegel.de/wissen/-weil ... 71882.html

Wolf

1 Kommentar:

  1. naja...also diese seite hat mir bei meinem referat nicht wirklich viel gebracht!

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