Mittwoch, 22. September 2010

UN übt sich wieder in Männerfeindlichkeit

'Mit einer milliardenschweren Kampagne wollen die Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015 das Leben von 16 Millionen Müttern und Kindern retten. Wie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vor dem Abschluss des UN-Gipfels zur Armutsbekämpfung in New York mitteilte, sollen dafür 40 Milliarden Dollar (rund 30 Milliarden Euro) zur Verfügung gestellt werden.' (news.yahoo)

Nun hat sicher niemand etwas dagegen, Mütter mit Kindern zu unterstützen. Es fällt jedoch auf, dass Frauen, sonst angeblich 'auf Augenhöhe' mit Männern oder gar weit überlegen, plötzlich wieder in einem Atemzug mit Kindern genannt werden und wie üblich Extrawürste bekommen.
Außerdem fällt eine Schieflage auf: Die Lebenserwartung von Männern ist bekanntlich deutlich kürzer als die von Frauen, daher wäre es angemessen, zunächst die Leben von einigen Millionen Männern und Kindern zu retten - aber konsequente Männerbenachteiligung ist für die UN schon seit Jahren Programm. Besonders perfide erscheint in diesem Zusammenhang, dass die Hilfsgelder für Frauen in erster Linie von Männern kommen dürften.

'... Zum Erreichen der Millenniumsziele sei es "entscheidend", die Gesundheit von Frauen und Kindern zu verbessern, heißt es in einer Mitteilung Bans. Dies sei nicht nur ein "grundlegendes Menschenrecht", sondern verringere auch die Armut insgesamt ...'

Die Gesundheit von Männern und Kindern zu verbessern, wäre offenbar kein 'grundlegendes Menschenrecht'.

Kommentare:

  1. Hi,

    Lebenserwartung Männer/Frauen stimmt für "entwickelte" Länder, nicht für Drittweltländer; insofern ist die Argumentation nicht sound. Wir sollten eher fragen, warum es in den "entwickelten" Ländern keine Sau interessiert, daß Männer nach einem Leben voller Arbeit ca. 8 Jahre früher abkratzen, als Frauen...

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  2. Das Leben von Frauen und Kindern zu retten, ist zunächst einmal archaisches Prinzip, dass dem Fortbestehen der Menschheit dient. Rein biologisch betrachtet, sind 99 Prozent der Männer für die Arterhaltung überflüssig; wollte man die Weltbevölkerung dezimieren, müsste man weltweit den Anteil fertiler Frauen verringern. Darüber hinaus gilt es als ein Gebot der Ritterlichkeit, die Schwachen zu schützen, zu denen in den Entwicklungsländern, in denen der Staat noch nicht – wie im „zivilisierten“ Westen - die Rolle des Stiefvaters und Beschützers übernommen hat, neben den Kindern auch mehrheitlich die Frauen gehören. „Anonym“ hat recht, wenn er darauf hinweist, dass die Lebenserwartung von Männern und Frauen etwa in Afrika nicht im gleichen Maße auseinanderklafft wie bei uns in Mitteleuropa.

    Man kann natürlich die Frage stellen, inwieweit sich die Bevorzugung eines Geschlechts generell mit dem heute sonst alles dominierenden Gleichheitsgrundsatz vereinbaren lässt. Wichtiger scheint mir jedoch zu sein, der deutlich erkennbaren Absicht westlicher Feministinnen - die bei uns mit ihren abstrusen Forderungen längst weit überzogen haben - Frauenleid in den Entwicklungsländern für den Kampf gegen den Mann an sich zu instrumentalisieren, energisch entgegenzutreten. Da zwischen Drittländervertretern und westlichen Autorassisten Konsens darin besteht, dass nicht die Bevölkerung in den unterentwickelten Ländern selbst, sondern der „reiche Westen“ für deren Misere die Verantwortung trägt, läuft damit alles direkt auf die Diskriminierung des „weißen Mannes“ hinaus.

    Wolf

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