Mittwoch, 1. September 2010

Frauen und Verantwortung ...

... da treffen zwei Welten aufeinander, möchte man meinen. Nun fällt das Tragen von Verantwortung aufgrund eigener Untaten und falscher Entscheidungen niemandem besonders leicht, wer gibt schon gerne Fehler zu?
Während Männer für ihre Verbrechen verurteilt werden und sich mithin zwangsläufig zu verantworten haben, scheinen viele Frauen zwar gern zu entscheiden und zu handeln, Verantwortung dafür lehnen sie jedoch ab - und werden für gewöhnlich von der Justiz unterstützt, was sich nicht zuletzt an der im Verhältnis geringen Anzahl weiblicher Gefängnisinsassen ablesen lässt. Sei es AIDS-Verbreitung oder Babymord, Frauen können mit verständisvollen Gerichten rechnen, wo Männer unnachsichtige Härte zu erwarten haben.

Höchst selten, aber gelegentlich doch wird einmal eine Frau zur Verantwortung gezogen - und natürlich ist dann jemand anderes an ihren Morden schuld:

'Eine fünffache Kindsmörderin fordert in Belgien drei Millionen Euro von ihrem früheren Psychiater, weil dieser sie vor der Tat Anfang 2007 nicht ausreichend betreut habe ... Der Richter bezeichnete die Morde als "Akte extremer Gewalt", denn die drei bis 14 Jahre alten Kinder hätten große Qualen durchlitten. Die Frau, die bis zur Tat als gute Mutter galt, hatte sie der Reihe nach mit einem Messer getötet und dann versucht, sich selbst das Leben zu nehmen, später aber einen Notruf abgesetzt ...' (n-tv)

Nun ist der Versuch, sich von Schuld reinzuwaschen, kein geschlechtsspezifisches Phänomen, verurteilte Männer im Knast sind auf Nachfrage auch alle unschuldig. Es fällt jedoch auf, dass Frauen offenbar so gut wie niemals Verbrechen begehen, ohne dass 'eigentlich' und 'irgendwie' ein Mann Schuld trägt, und sei es 'moralisch'. Sehen sich Frauen als Kinder?
In letzter Zeit werden bekanntlich für alle möglichen Bereiche, jedenfalls für gut dotierte und hochangesehene, Frauenquoten gefordert, mindestens 40% sollten es schon sein.
Für die Zukunft scheint mir allerdings eine mindestens 40%ige Frauenquote in den Justizvollzugsanstalten angemessen zu sein - die permanente Entkriminalisierung weiblicher Straftaten passt nicht zum Bild der gleichberechtigten Geschlechter, die extreme Fokussierung des Strafrechts auf Männer ebenso wenig.

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