Donnerstag, 19. August 2010

Zugwaggons nur für Frauen

'Männer müssen draußen bleiben: Die indonesische Staatsbahn führt für Frauen reservierte Waggons in ihren Zügen ein. Zu erkennen sind die exklusiven Abteile durch ihre rosafarbenen Sitze ... Die Bahngesellschaft wolle sexuelle Belästigung in öffentlichen Verkehrsmitteln verhindern. Frauen dürften sich jedoch weiterhin in die anderen Waggons setzen, betonte Syaheran.
Solche exklusiven Waggons gibt es auch schon in anderen Ländern, Japan zum Beispiel hat die Frauenabteile schon 2000 auf Bestreben einer feministischen Bewegung eingeführt. In Mexiko-Stadt gibt es zudem Frauenbusse ...
(spiegel)

Nein, es handelt sich um keine Satire.
Gab es nicht bis vor kurzem ein Land, in dem Busse mit Abteilen 'nur für Weiße' fuhren? Und das ganz groß gefeiert wurde, als diese Sitten ein Ende fanden? Ob sich ein männlicher Rosa Parks findet?

Kommentare:

  1. Von Männern ausgehende sexuelle Belästigung von - und Gewalt gegen - Frauen gab es schon immer, nur betrug die Anzahl der Männer, die Frauen vor solcher Willkür beschützten, sicher das Zehnfache derer, von denen die Gefahr ausging. Da kommen Fragen auf : Ist die Bedrohung für Frauen größer geworden ? Welche sind die Ursachen ? Ist der beschriebene Schutz der Frauen durch Männer geringer geworden ? Woran liegt das ? Oder, falls solche Veränderungen nicht festgestellt werden können: Welche Absicht verfolgen Feministinnen mit derartigen Forderungen ? Ist es reiner Aktionismus, um sich auf Kosten der Männer im Gespräch zu halten oder dienen diese Maßnamen unmittelbar der Diffamierung der Männer allgemein ?

    Wer genauer erfahren möchte, ob Männer ihre Beschützerrolle noch heute wahrnehmen, fahre aufs Land, betrete eine Bauernkneipe, greife dort einer anwesenden Dame zwischen die Beine oder drohe ihr Prügel an. Genug Kleingeld, um die fällig werdende Arztrechnung zu bezahlen, sollte man(n) vorsorglich mitnehmen…

    Wolf

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  2. Nun ja, das Leben spielt sich nun mal nicht in einer Bauernkneipe ab. Und wie lässt sich Gang-Rape mit ihrer Beschützertheorie vereinbaren?
    Ich möchte jetzt nicht sagen, dass alle Männer potenzielle Vergewaltiger sind (diese Sichtweise wurde auch meines Wissens nach seit den 80ern nicht mehr propagiert, und selbst da meist nur von kleinen Gruppierungen),aber wenn es zu solchen übergriffen kommt, ist eine Frau meist allein und Zivilcourage ist ja leider in unserer Gesellschaft eher selten anzutreffen.

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  3. Frollein M.:
    - Nun ja, das Leben spielt sich nun mal nicht in einer Bauernkneipe ab.

    Für die Bauern schon.; Ich könnte mir aber vorstellen, dass sich auch nachts in oder vor der Disco Männer finden, die einer Frau beistehen, wenn sie offenichtlich Hilfe benötigt.

    - Und wie lässt sich Gang-Rape mit ihrer Beschützertheorie vereinbaren?

    Theorie ? Wollen Sie ernsthaft behaupten, dass Sie nie selbst erfahren haben, dass Männer Frauen gegenüber eine Aggressionshemmung haben und in der Regel nur gegen andere Männer gewalttätig werden, Frauen aber beschützen. ?
    Ich weiß ja nicht, in welchem Millieu Sie sich bewegen, mir ist „Gang-Rape“nur aus schlechten Filmen bekannt. Es soll aber Frauen geben, die von solchen Männern unwiderstehlich angezogen werden und sich selbst in Gefahr bringen.

    - Ich möchte jetzt nicht sagen, dass alle Männer potenzielle Vergewaltiger sind…

    Das ist sehr großherzig von Ihnen, mein Frollein. Sonst hätte ich annehmen müssen, dass ich in meinem Leben als Mann etwas Wesentliches versäumt habe. *lol*

    - (diese Sichtweise wurde auch meines Wissens nach seit den 80ern nicht mehr propagiert, und selbst da meist nur von kleinen Gruppierungen)

    Männerhasserinnen, Lesben und Feministinnen, die einen an der Waffel haben, gab es zu
    allen Zeiten, und die Verunglimpfung der Männer allgemein ist bis heute – mehr oder weniger offen – ein probates Mittel, Männer einzuschüchtern, um feministische Forderungen durchzusetzen. Aber Sie haben recht, wenn Sie meinen, dass der von Feministinnen geschürte Männerhass (bis hin zur unverblümten Aufforderung, Männer zu kastrieren) in den 70er Jahren seinen traurigen Höhepunkt erlebte. In Deutschland war Alice Schwarzer die maßgebliche Verfechterin dieser Pol-Pot-Strategie.

    - …aber wenn es zu solchen übergriffen kommt, ist eine Frau meist allein

    Weshalb ist sie denn „allein“ ? Die Geschlechter-Apartheit und die „starke, unabhängige Frau“ sind unmittelbare Folgen – und Ziele - feministischer Umtriebe.

    - … und Zivilcourage ist ja leider in unserer Gesellschaft eher selten anzutreffen.

    Das ist bedauerlicherweise richtig. Zivilcourage, also ziviler „Heldenmut“, wird ja vor allem von Männern erwartet, und dessen Minimierung war ebenfalls Ziel der Unfrauen des Feminismus. Ihr müsst halt wissen, was Ihr wollt – den selbstsicheren, beherzten Kerl oder den sanften, beschwichtigenden Mann, der manchmal eher wegschaut, als sich einzumischen
    und sich eine blutige Nase zu holen. Aber es gibt die anderen schon noch.

    Wolf

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  4. "Es soll aber Frauen geben, die von solchen Männern unwiderstehlich angezogen werden und sich selbst in Gefahr bringen."
    -Darf ich Sie richtig verstehen, dass Frauen oftmals selbst schuld an der Vergewaltigung sind?
    Interessanter Standpunkt. Ich bitte um nähere Erläuterung.

    "Ihr müsst halt wissen, was Ihr wollt – den selbstsicheren, beherzten Kerl oder den sanften, beschwichtigenden Mann, der manchmal eher wegschaut, als sich einzumischen"
    -Ich denke dass es möglich ist, dass ein Mann beide Seiten in sich vereint, habe ich auch schon mehrfach erlebt. Oder wollen Sie andeuten, dass ein Mann keine komplexe Persönlichkeit haben kann?

    "Weshalb ist sie denn „allein“ ? Die Geschlechter-Apartheit und die „starke, unabhängige Frau“ sind unmittelbare Folgen – und Ziele - feministischer Umtriebe."
    -Das hieße,das eine Frau nicht mehr nach Einbruch der Dunkelheit das Haus ohne männlichen Schutz verlassen dürfte, bzw. ihre Dates nur in Anwesenheit eines Anstandswauwaus. Versteh ich Sie da richtig?

    "Männerhasserinnen, Lesben und Feministinnen"
    - Wenigstens können Sie diese Begriffe trennen, das spricht schonmal für Sie.

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  5. Frollein M.:
    - „Darf ich Sie richtig verstehen, dass Frauen oftmals selbst schuld an der Vergewaltigung sind?
    Interessanter Standpunkt. Ich bitte um nähere Erläuterung.“

    Ich schrieb nicht „oftmals“, und „schuld“ ist selbstverständlich immer der Täter/die Täterin.
    Dass es Frauen gibt, die sich zu Männern hingezogen fühlen, die dem vom Feminismus entworfenen, fiktiven Bild des „Neuen Mannes“ so gar nicht entsprechen, ist aber wohl eine Tatsache. Frauen sollten lernen, nicht nur lauthals ihre Unabhängigkeit zu reklamieren, sondern auch die dazugehörige Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen.

    - „Ich denke dass es möglich ist, dass ein Mann beide Seiten in sich vereint, habe ich auch schon mehrfach erlebt. Oder wollen Sie andeuten, dass ein Mann keine komplexe Persönlichkeit haben kann?“

    Gewiß nicht, Männer sind durchweg „komplexer“ als Frauen, Frauen sind nur kompliziert. ;) Ich denke aber, dass „moderne“ Frauen (die meisten halten sich für emanzipiert, sind aber in Wahrheit „ermächtigt“ worden) stets a l l e s wollen (vom Leben, insbesondere aber vom Mann) und ihre Maßlosigkeit sie zum Scheitern verurteilt. Nie gab es so viele frustrierte Frauen wie heute (ich überblicke mehr als ein halbes Jahrhundert).

    - „Das hieße, das eine Frau nicht mehr nach Einbruch der Dunkelheit das Haus ohne männlichen Schutz verlassen dürfte, bzw. ihre Dates nur in Anwesenheit eines Anstandswauwaus. Versteh ich Sie da richtig?“

    Nein. Von „Anstandswauwaus“ habe ich nicht gesprochen, selbstverständlich trifft eine erwachsene Frau ihre Entscheidungen in Eigenverantwortung (gegebenenfalls in Absprache mit ihrem Mann). Aber…
    1.) Es gibt „böse Menschen“ (Männer und Frauen), die rücksichtslos und verantwortungslos handeln.
    2.) Einige „böse Männer“ stellen – triebgesteuert und aufgrund ihrer körperlichen Überlegenheit - eine Gefahr für Frauen dar.
    Das sind Fakten. Jede Entscheidung ist mit Konsequenzen verbunden, manchmal bedeutet sie Risiko. Eine Frau, welche diese Fakten ignoriert und sich beispielsweise ohne Not nachts allein in einen unbeleuchteten Park begibt, ist entweder sehr risikofreudig oder sehr dumm. Man könnte bisweilen sogar den Eindruck haben, manche Frau gehe solche Risiken ein, um später umso lauter über „d i e gewalttätigen Männer“ lamentieren zu können. Sie schrieben in ihrem letzten Beitrag, das Leben spiele sich nicht „in einer Bauernkneipe“ ab. Nun, die Welt ist auch kein „Institut für Höhere Töchter“, weshalb das Ausblenden möglicher Gefahren leichtsinnig ist.

    Der Feminismus hat die Geschlechter verwirrt und vielen Frauen eingeredet, alles Übel gehe vom Manne aus – sogar manch männlicher Oberdödel glaubt das. Dabei wird geflissentlich übersehen, was zu allen Zeiten die vornehmste Aufgabe des Mannes war: seine Frau und seine Kinder zu beschützen und zu versorgen. Ohne Männer würden Frauen noch in Lehmhütten wohnen, wenn sie nicht gar von wilden Tieren gefressen worden wären. Ein wenig Dankbarkeit wäre also angebracht.

    "Männerhasserinnen, Lesben und Feministinnen"
    - “Wenigstens können Sie diese Begriffe trennen, das spricht schon mal für Sie.“
    Na, wenigstens etwas.; Obwohl…ich alle Unfrauen, die den Geschlechterkrieg heraufbeschworen haben, gern ohne Ausnahme geteert und gefedert sähe. ;

    Wolf

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  6. Habe mich herrlich amüsiert... "Ohne Männer würden Frauen noch in Lehmhütten wohnen, wenn sie nicht gar von wilden Tieren gefressen worden wären. Ein wenig Dankbarkeit wäre also angebracht."

    Köstlich. Schonmal daran gedacht, Wolf, dass Sie ebenso ohne 'die Frauen' gar nicht erst auf die Welt gekommen wären? Bzw. wir alle heute nicht hier wären? So war das mit Adams Rippe nicht gemeint, Sie haben da was falsch verstanden. Zum Geborenwerden muss man(n) sich nach wie vor durch den Gebärmutterkanal einer Frau zwängen (muss für Sie ein furchtbarer Gedanke sein) und ist/war, zumindest zu Lehmhüttenzeit, zu allem Überfluß direkt nach der Geburt auch noch stilltechnisch, also existenziell, auf die Gunst einer Frau angewiesen... vielleicht ist es ja dieser Umstand, der ein paar verklemmten 'Antifeministen' so gegen den Strich geht, unter diesem Aspekt funktioniert das gönnerhafte Machtgehabe einfach nicht.

    Und ihre urkomischen ;-) können Sie sich sparen, das kann Ihre seltsamen unterschwelligen Aggressionen auf Dauer dann doch nicht kaschieren. Hier fühlt sich jemand gaaanz arg zu kurz gekommen.
    Ausserdem sind Ihre Argumente (Verknüpfung Frauen allein unterwegs = selber schuld - was meinen Sie, wie oft Frauen überall auf der Welt genötigt sind, z.B. nachts von der Arbeit nach Hause zu fahren) nicht stichhaltig und weisen nicht auf Äusserungen einer 'komplexen' Krone der Schöpfung hin.

    Fakten:
    Zum Ersten geht das Problem körperliche und sexualisierte Gewalt weltweit nun einmal leider überwiegend (nicht nur, aber ganz eindeutig sehr viel mehr) von Männern aus. Zum Zweiten handelt es sich hier um die INDONESISCHE Bahn, was heißt, es geht um gesellschaftliche Umstände, die ein paar Gründe für ein Frauenabteil liefern wie hohe Belästigungs- und Vergewaltigungsraten etc.. Deshalb kann ich sehr gut verstehen, dass manche Frauen erleichtert sind, wenn Sie dort spätabends in ein Frauenabteil steigen können und ihre Ruhe haben. Was den muslimischen Aspekt dabei betrifft, Frauen und Männer in der Öffentlichkeit aus Prinzip voneinander abzugrenzen, den finde ich allerdings ebenso schlicht überflüssig.
    Oder 'Frauenparkplätze' hierzulande, die sich im Parkhaus im Eingangsbereich in Rufnähe zur Aussenwelt befinden, sind sinnvoll, weil sich gerade in entlegenen, schlecht beleuchteten Stellen wie einer Tiefgarage Vergewaltigungen gehäuft haben.

    Auch die Argumente, die in solchen Diskussionen immer wieder fallen, 'ihr modernen Feministinnen, Ihr wollt ja alles', als ob Gleichberechtigung wie z.B. freie Berufswahl und gleiche Bezahlung für vergleichbare Leistung etwas absolut Unverfrorenes wären.

    Mit einem wirklichen Aufeinanderzugehen der Geschlechter scheint mir die Haltung Wolfs und auch die, die im Blog sichtbar wird, wenig zu tun zu haben, das gleicht eher einem Rundumschlag gegen die 'bösen Frauen'. Meine Güte...

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  7. @ Claude

    Ob Ihr eitler Versuch, meinen Beitrag umzudeuten, dazu dienen soll, Ihren ganz persönlichen Unterwerfungsritus unter den Feminismus zu zelebrieren oder ob Sie meine Äußerungen unabsichtlich missverstanden haben, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Sagen aber kann ich, dass Ihr Beitrag ein süffisant vorgetragenes Konglomerat von Fehlinterpretationen, läppischen Binsenweisheiten, Spekulationen und feministischen Mythen aus der Mottenkiste ist, das zu sortieren jedenfalls nicht lohnt.

    Nur soviel, um Ihren diffamierenden Diskussionsstil kurz deutlich zu machen:
    Gegen Frauenparkplätze habe ich mich mit keinem Wort geäußert (da meine Frau ungern allein in eine Tiefgarage fährt, begrüße ich diese Einrichtung sogar) und auch gegen „Waggons für Frauen in Indonesien“ ist aus meiner Sicht grundsätzlich nichts einzuwenden, sofern sie den Verantwortlichen nach objektiven Maßstäben notwendig erscheinen, was allerdings Anzeichen für den Verfall einer Zivilisation ist. Jedoch habe ich etwas dagegen, wenn, wie nach meiner Beobachtung seit vierzig Jahren, solche Forderungen von Feministinnen dazu verwendet werden, das Geschlechterverhältnis zu vergiften. Darüber hinaus verachte ich „Männer“, die sich diesen Megären dabei als willige Helfer andienen.

    Sollten Sie mit Ihrer Inszenierung eines Kotaus vor dem Feminismus eigentlich bei den Frauen allgemein punkten wollen, so sei Ihnen gesagt, dass man mit derartigen Ergebenheitsadressen bei Frauen nicht landen kann.

    Wolf

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