Mittwoch, 25. August 2010

Haben Lehrer Vorbehalte gegen Jungen?

' ... Namen sind nicht nur Schall und Rauch ... "Aufgaben, die unter dem Namen Maximilian verfasst wurden, erhielten zum Beispiel eine bessere Bewertung als die gleichen Aufgaben unter dem Namen Kevin", sagte Prof. Astrid Kaiser vom Institut für Pädagogik ... "Insgesamt konnten wir feststellen, dass Jungen aufgrund eines vorurteilbehafteten Namens schlechter bewertet werden als Mädchen", sagte die Erziehungswissenschaftlerin. Auch bei der ersten Studie hatten die Testpersonen die weiblichen Vornamen weniger negativ eingeschätzt als die männlichen.Das liegt nach Angaben von Kaiser daran, dass Lehrer generell mehr Vorbehalte gegenüber Jungen haben. Dass diese schlechter in der Schule seien, könnte also nicht nur an ihren Leistungen liegen, sondern auch an der Wahrnehmung der Lehrer, folgerte die Professorin.' (n-tv)

Der verbreitete Pressejubel darüber, dass Mädchen in der Schule bessere Leistungen brächten, bekam spätestens nach dem lakonischen Eingeständnis des Bildungsministeriums, dass Jungen bei gleich guten Leistungen eine Note schlechter bewertet werden als Mädchen, einen schalen Beigeschmack - zumal der Hauptschulbetrieb fest in weiblicher Hand liegt. Die meisten werden dieses Zitat kennen: „Wenn wir wirklich wollen, dass unsere Töchter es einmal einfacher haben, dann müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen“ (EMMA 6, 1986).

Der Lehrerberuf kommt in den Berichten zum Thema weniger gut weg, und siehe da, schon haben die Medien das generische Maskulinum wiederentdeckt - keine Rede von den sonst üblichen 'Lehrerinnen und Lehrern'.

1 Kommentar:

  1. Weisheit sämtlicher Erziehungsschaffenden:
    "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose"

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