Freitag, 7. Mai 2010

Frauen und Arbeit

' ... Somit kann das Festhalten erwerbsloser Ehefrauen am Lebensentwurf Ernährermodell unter den spezifischen historischen Bedingungen als Widerstand gelesen werden. Die Frauen verweigern sich den von der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik an sie gestellten Anforderungen ... Aus einer kritischen feministischen Perspektive müssen nicht nur partnerschaftliche Abhängigkeit, sondern auch die Abhängigkeit von marktvermittelter Erwerbsarbeit und die Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen, die an die Einhaltung bestimmter Verhaltensnormen gekoppelt sind, vermieden werden. Diese Ziele könnten mit einem bedingungslosen, existenzsichernden Grundeinkommen erreicht werden ...'(feministisches Institut)

Wunderbar verschwurbelt ausgedrückt, ich ziehe den Hut!
Aber "Frauen sollen weiter von Männern durchgefüttert werden" klänge ja auch uncool und gar nicht nach frecher Frau.

Kommentare:

  1. Widerstand muß sowieso immer sein.

    Denn wir leben im Patriarchat. Was das Patriarchat eigentlich genau ist, müssen wir gar nicht erklären. Denn wichtig ist vor allem, daß es etwas Illegitimes und ganz Böses ist.

    Deshalb: Widerstand!

    Für Leute, die sich kritisch mit Ideologien auseinandersetzen, ist das zwar nichts Neues, aber an Ihrem Text wird wieder mal schön deutlich, daß das jeweilige ideologische Weltbild einen Selbstzweck darstellt.

    Im Grunde genommen ist Feminismus Poetik.

    AntwortenLöschen
  2. "Diese Ziele könnten mit einem bedingungslosen, existenzsichernden Grundeinkommen erreicht werden "

    Diese Idee geistert schon seit Jahren (Jahrzehnte) durch feministische Hirne. Wie sie das umsetzen wollten, würde ich gerne sehen. Wie wollen die ein Grundeinkommen, das nicht erwirtschaftet werden muss, ermöglichen? Das kann nur einseitig für Frauen gelten; andererseits bliebe ich zuhause und kassierte mein bedingungsloses Einkommen dafür, meine Wohnung in Schuss zu halten. - Gott, wie bekloppt sind die eigentlich. Dieses Institut wird doch auch mit Steuergeldern erhalten.

    AntwortenLöschen
  3. Feministinnen wollen, dass Frauen nicht von Versorgern und Transferleistungen abhängig sind. OK, das hab ich kapiert. Aber was ändert ein Grundeinkommen daran? Ein Grundeinkommen IST nichts anderes als eine Transferleistung. Hier wird Geld von der (wahrscheinlich männlichen) arbeitenden Bevölkerung hin zu den nicht arbeitenden transferiert. Diejenigen, die arbeiten, sind dann die "Versorger". Grundeinkommen ist also beides in einem: Versorgermodell und Transferleistung. Gott, wie reaktionär!

    AntwortenLöschen
  4. "Diejenigen, die arbeiten, sind dann die Versorger".(Zitat ende)

    Ja, aber es wird subtiler. Es ist dann nicht mehr der "Mann", von dem frau versorgt wird. Man wird den Versorger künftig einfach die "Gesellschaft" nennen können, das weist nicht mehr so schmerzhaft auf Männer als Versorger hin.
    Dass der Feminismus glaubt, durch Sprache die Realität ändern zu können, ist ja nichts neues.

    AntwortenLöschen