Donnerstag, 22. April 2010

"Die lebensgefährlichen, tödlichen Dienstleistungen sind den Unterschichten vorbehalten."

' ... Bis 2009 waren demnach 13 der 35 Afghanistan-Toten Soldaten aus den neuen Ländern. Zum Vergleich: Ostdeutsche machen etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung aus ... Der Historiker Michael Wolffsohn sprach gegenüber der Zeitung von einer "Ossifizierung" der Bundeswehr. Dies hänge eng mit der ökonomischen Situation in Ostdeutschland zusammen, sagte der Wissenschaftler von der Bundeswehr-Universität München.
Nach seinen Worten entwickelt sich die deutsche Armee zu einer "Unterschichtenarmee": "Die lebensgefährlichen, tödlichen Dienstleistungen sind den Unterschichten vorbehalten. Ich halte das für einen Skandal" ...'
(n-tv)

Dem Herrn Historiker hätte ohne große Mühe auch etwas anderes auffallen können: 35 der 35 erwähnten Afghanistan-Toten Soldaten bis 2009 waren Männer. Zum Vergleich: Männer machen nur knapp 50% der Gesamtbevölkerung aus. Offensichtlich sind die lebensgefährlichen, tödlichen Dienstleistungen den Männern vorbehalten. Das ist wohl völlig in Ordnung und kein Skandal?

Kommentare:

  1. Bei Infanteriejobs dürfte die höhere Muskelmasse dank der muskelaufbauenden Wirkung von Testosteron von Männern durchaus eine Rolle spielen, so dass der Job für viele Frauen (natürlich auch für viele Männer) nicht in Betracht kommt.

    Wer die Todeszahlen in der Infanterie von Männern und Frauen vergleicht, der vergleicht insofern Äpfel mit Birnen.

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  2. Naja, wo bleiben die emanzipierten Frauen, die für die Befreiung Afghanistans und der Frauen dort eintreten?

    Was ist mit "Vorstoßen in Männerdomänen" oder gilt das nur für gemütliche Plätze in Vorständen und Aufsichtsräten?

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  3. Wer aufmerksam die Medien verfolgt, wird feststellen, dass bei gefährlichen Job's (Polizei/Feuerwehr/usw) die Damen erst in das Rampenlicht gezottelt werden, wenn es ungefährlich geworden ist. Was die Damen jedoch keineswegs davon abhält, ihre nicht geleisteten "Heldentaten" ins rechte Licht zu rücken (Auch wenn diese "Arbeit" von Männern vollzogen wurde, wird dann immer gerne in Aussagen das Wort "Wir" verwendet). Das ist ja eben das Komische: Wenn es wirklich mal "rumst" (z.B.Bombenentschärfung) sind die Opfer immer männlichen Geschlechts. Beißt sich irgendwie mit der Aussage, dass Frauen alles besser und schneller können.

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