Donnerstag, 25. Februar 2010

18,1 bis 22, 3 Jahre im Ruhestand

' ...Im Gesamtdurchschnitt aller OECD-Staaten liegt das gesetzliche Rentenalter für Männer bei 64,1 Jahre. Tatsächlich pensionieren lassen sich die Männer im Schnitt aber bereits mit 63,5 Jahren. Danach bleiben ihnen noch 18,1 Jahre im Ruhestand.

Bei den Frauen liegt das gesetzliche Rentenalter im Schnitt bei 62,9 Jahren. Auch hier gehen Frauen in der Regel früher in Pension, nämlich mit 62,3 Jahren. Wegen der höheren Lebenserwartung bleibt den Frauen danach im Schnitt ein Ruhestand von 22,3 Jahren.

Die Zahlen zeigen, dass sich die Gleichberechtigung in Sachen Pensionsalter noch nicht ganz durchgesetzt hat, obwohl bereits viele Länder beim gesetzlichen Rentenalter nicht mehr nach Geschlechter unterscheiden: Das gesetzliche Rentenalter der Frauen liegt innerhalb der OECD-Staaten 1,2 Jahre tiefer – genau um diese Zeitspanne früher lassen sich Frauen im Vergleich zu den Männern auch tatsächlich pensionieren. Im Schnitt gehen die Bewohner der OECD-Staaten rund 7 Monate vor dem gesetzlich anvisierten Zeitpunkt in Pension. Der Ruhestand der Frauen dauert im Schnitt 4,2 Jahre länger als der der Männer, wovon 3 Jahre auf die längere Lebenserwartung zurückzuführen sind ...'
(nzz)

Wo bleiben denn nur die sonst gern erhobenen Forderungen nach 'Gleichstellung'? Richtig, sie fehlen, denn den Damen geht es schlicht um Rosinenpickerei.
Ich warte wenigstens auf feministische Deutungen dahingehend, dass die längere Rentenbezugszeit und die höhere Lebenserwartung der Frauen bei gleichzeitig deutlich niedrigeren Einzahlungen irgendwie ein Zeichen typisch patriarchalischer Frauenbenachteiligung darstellen.
Hier eine Analyse der Geldströme in öffentlichen Haushalten mittels Gender Budgeting (von Manndat), die deutlich zeigt: Männer finanzieren, Frauen profitieren.

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