Mittwoch, 13. Januar 2010

Schweden will Frauenquote abschaffen - wegen Frauenbenachteiligung

'Nach Protesten gegen eine Quotenregelung für Frauen an schwedischen Universitäten will die Regierung in Stockholm die Initiative wieder aussetzen - weil sie Studentinnen benachteiligt. Die Vorschriften, wonach es an schwedischen Universitäten möglichst die gleiche Anzahl von Männern und Frauen geben soll, habe in Wahrheit zu einer Diskriminierung von Studentinnen geführt, schrieb der schwedische Hochschulminister Tobias Krantz am Dienstag in einem Beitrag für die Zeitung "Dagens Nyheter". Gerade für bei Frauen beliebten Studiengängen wie Psychologie und Veterinärmedizin seien jüngst wegen der Quotenregelung bevorzugt Männer genommen worden, obwohl es mehr qualifizierte Frauen als Männer für die Studienplätze gegeben habe. "Das Bildungssystem sollte Türen öffnen und sie nicht motivierten jungen Frauen vor der Nase zuschlagen", schrieb Krantz. Ein schwedisches Gericht hatte vor kurzem zudem zugunsten von 44 jungen Frauen entschieden, die gegen die Ablehnung des Studienplatzes aufgrund ihres Geschlechts geklagt hatten. Die Regierung hatte den Universitäten im Jahr 2003 erlaubt, die Regelungen zur Minderheitenförderung anzuwenden.'
news.yahoo

Es geht also nicht, wie von Feministinnen und auch ganz normalen Frauen gern wiederholt, um Gleichberechtigung, sondern nur um plumpe Förderung von Frauen wegen ihres Geschlechts. Gleichheit soll für Männer offensichtlich nicht gelten.
Man darf davon ausgehen, dass Männer, die wegen geschlechtsbedingter Diskriminierung klagen würden, keine Chancen vor Gericht hätten - gerade jungen, motivierten Männern soll die Tür vor der Nase zugeschlagen werden.

Kommentare:

  1. Das ist ein schöner Beitrag. Mich würde mal interessieren, ob man den höheren Frauenanteil in den Männerstudiengängen in irgendeiner Weise als problematisch betrachtet.

    Laut Argumentation würden hier ja Männer benachteiligt. Auch ohne Klage müßte man ja nun hier die Regelung ändern.

    Das wäre der entscheidende Punkt, an dem sich erneut zeigen würde, daß - wie Sie schreiben - es nur um Frauen geht und man zwanghaft Benachteiligungen konstruiert.

    Die Ironie ist, daß Frauen nach dieser Ideologie eigentlich "Untermenschen" sind, sie werden nicht für voll genommen. Dafür können die armen Frauen ja nichts. Niemand merkt, daß Frauen praktisch wie Barbie-Puppen behandelt werden, wie unmündige, hilflose Förderobjekte.

    Die Männer werden auf andere Weise nicht für voll genommen.

    Und schlußendlich meint man erneut, daß Männer und Frauen gleich sind und deshalb gleich verteilt sein müssen. Dies ist ein zwanghafter "Gerechtigkeitsfetisch", wo man nach einer Pseudo-Gerechtigkeit strebt, die reine Phantasie ist. Selbst wenn Männer und Frauen völlig gleich wären, was völlig absurd ist, ließe sich solch ein Vorgehen nicht begründen und wäre totalitär.

    Man fragt sich, wie blind diese Menschen sind, daß sie den Fetisch-Charakter dieser Ideologie nicht erkennen. Die Zwanghaftigkeit bzw. den Ersatzcharakter.

    Es dauert wohl noch, bis unsere Gutmenschen kapieren, daß Gleichberechtigung eine Gleichheit der Möglichkeiten ist.

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  2. "Gleichheit soll für Männer offensichtlich nicht gelten.
    Man darf davon ausgehen, dass Männer, die wegen geschlechtsbedingter Diskriminierung klagen würden, keine Chancen vor Gericht hätten - gerade jungen, motivierten Männern soll die Tür vor der Nase zugeschlagen werden."

    Das ist doch kompletter Blödsinn! Sinn der Quote ist ja die Bevorzugung bei gleicher (!) Qualifikation. Dass besser qualifizierte Frauen aufgrund ihres Geschlechts abgelehnt werden, ist dadurch ja nur legitimiert, ebenso wie wenn ein qualifzierterer Mann klagt. Was durchaus möglich ist, siehe Fall Kalanke. Erst recherchieren, dann pöbeln!

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