Samstag, 19. Dezember 2009

Rente in Österreich: Paradies für Frauen

Immer mehr Österreicher nutzen die umstrittene Hackler-Regelung, um frühzeitig in Pension zu gehen ... Die Hacklerregelung ist eine Sonderform der Frühpension, bei der Männer nach 45 Versicherungsjahren mit 60 ohne Pensionsabschläge vorzeitig in den Ruhestand treten können und Frauen nach 40 Versicherungsjahren ab dem 55. Lebensjahr. Entscheidend ist also, wie lang jemand gearbeitet hat ... Die Presse

Entscheidend ist eben gerade nicht, wie lange jemand gearbeitet hat, sondern ob er dem richtigen Geschlecht angehört. Frauen müssen volle 5 Jahre weniger arbeiten als Männer, um in den Genuß der Frühpension zu kommen - bei gleichzeitig deutlich höherer Lebenserwartung. Wo bleibt denn da die sonst so gern geforderte 'Gleichstellung'?

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Deutschland darf ledige Väter nicht mehr diskriminieren

'Wegweisendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte: Ledige Väter haben Anspruch auf ein besseres Sorgerecht, als es in Deutschland gilt. Die Bevorzugung der Mütter sei eine Diskriminierung - jetzt muss die Regierung die Gesetze korrigieren.

Straßburg - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Sorgerecht lediger Väter in Deutschland gestärkt. Die Bevorzugung von unverheirateten Müttern gegenüber den Vätern sei ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot, heißt es in dem Urteil.

Die Straßburger Richter gaben damit einem 45-jährigen Kläger aus Köln Recht, der seit acht Jahren vergeblich um ein Sorgerecht für seine 14-jährige Tochter kämpft. Der Mann machte das Diskriminierungsverbot und einen Verstoß gegen die Achtung des Familienlebens der Europäischen Menschenrechtskonvention geltend. Er lebt seit 1998 von der Mutter getrennt. Die Forderung nach einem gemeinsamen Sorgerecht hatte das Kölner Oberlandesgericht 2003 zurück gewiesen. ...' (
SPIEGEL)

Wir dürfen gespannt sein auf die Reaktion der feministischen Lobby. Und darauf, welche Winkelzüge von den Gerichten unternommen werden, um diese Enscheidung zu unterlaufen bzw. eine Umsetzung um Jahre hinauszuzögern. Man erinnere sich an den Fall Görgülü. Die Bundesregierung kann binnen drei Monaten eine Überprüfung durch die Große Kammer des Straßburger Gerichts beantragen.

Update:
Wie erwartet geht es sofort los mit der feministischen Propaganda: 'Bayerns Justizministerin, Beate Merk, warnte dagegen vor einer Sorgerechtsreform, die zulasten der Kinder gehe. Das Kindeswohl müsse uneingeschränkt an erster Stelle stehen. Sie halte daher nichts von einer generellen Regelung, wonach ledige Väter grundsätzlich ein gemeinsames Sorgerecht erhalten sollen, so Merk. (Tagesschau)

Diese bayrische Quotenfrau versucht ernstlich zu suggerieren, ein Sorgerecht für Väter schade dem Kindeswohl.

Unicef - besonders für Mädchen

Eben erhielt ich eine Bettelmail von Unicef. Auszug:

'... Mit Hilfe von Spenden aus Deutschland konnte UNICEF schon 680 Schulen neu bauen oder instand setzen. 80.000 Lehrer wurden geschult, Hunderttausende Kinder mit Schulmaterial versorgt.
Besonders für Mädchen und für viele Waisen ist diese Hilfe unverzichtbar: In der Schule erfahren sie Gemeinschaft. Sie werden selbstbewusster und lernen, sich vor Gefahren wie AIDS zu schützen. Und meist tun sie später alles dafür, dass auch ihre eigenen Kinder zur Schule gehen können ...'


Wie schön, dass für die Jungen die Erfahrung von Gemeinschaft, Selbstbewußtsein und Schutz vor AIDS völlig unerheblich sind und männliche Kinder daher keiner Hilfe bedürfen. Und wenn die Jungen irgendwann Väter sind, darf es ihnen auch einerlei sein, ob der Nachwuchs zur Schule geht ...

Update: Natürlich habe ich eine entsprechende Mail an UNICEF geschickt, am 23.12.2009 kam die Antwort:

'Sehr geehrter Herr Gogolin,

vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Interesse an UNICEF. Natürlich richten sich die UNICEF-Programme an alle Kinder - auch an Jungen.

Es ist aber leider so, dass Mädchen weltweit häufig so stark benachteiligt werden, dass ihre Überlebenschancen beeinträchtigt sind. Sie bekommen weniger zu essen als ihre Brüder, dürfen seltener zur Schule gehen, erhalten weniger häufig eine medizinische Versorgung und müssen bedeutend früher im Haushalt helfen. Eine höhere Sterblichkeitsrate bei Mädchen, Unterernährung und Analphabetismus sind die Folgen. Nach Schätzungen von UNICEF sterben allein rund eine Million Mädchen kurz nach der Geburt oder in den ersten Lebensjahren. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage unter http://www.unicef.de/maedchen.html.

Mit adventlichen Grüßen

Wiebke Eckau
Grundsatz und Information
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UNICEF Deutschland


Erwartungsgemäß gibt es bei UNICEF keine Unterseite für 'Jungen'. Interessant wäre, wie UNICEF die trotz der angeblichen Benachteiligung so sehr viel höhere weibliche Lebenserwartung auch in den Entwicklungsländern erklärt - aber ich werde mir die Nachfrage bei diesem feministischen Verein sparen.