Donnerstag, 8. Oktober 2009

Quoten für Frauen und Quoten für Musik

Am gestrigen Abend besuchte ich im Bunker am Hamburger Heiligengeistfeld eine Lesung, der Schauspieler Jan Josef Liefers stellte - sehr amüsant - sein Buch vor, in dem es vor allem um die DDR-Vergangenheit ging.
Der Autor beschrieb, wie damals in der DDR ein DJ regelmäßig Prüfungen ablegen musste und als Berufsbezeichnung 'Schallplattenunterhalter' trug - das Publikum bog sich vor Lachen. Kaum einkriegen konnte es sich jedoch, als es dann um die Quote ging: Der Schallplattenunterhalter musste zu mindestens 60 Prozent Musikstücke aus der DDR und anderen sozialistischen Ländern auflegen, nur der Rest durfte imperialistische Westmusik sein.

Ich fand es bemerkenswert, dass die Zuhörer so eine Quotenregelung offenkundig völlig indiskutabel und höchst lächerlich fanden. Ob sie das bei den allerorten eingeführten Quotenfrauen ähnlich sehen? Sind Frauen, die ihr Bundesverdienstkreuz oder ihre Professur auf Frauenquote bekommen, weniger lächerlich als sozialistische Schallplattenquoten?

Kommentare:

  1. Wolfgang, du glaubst es gar nicht...

    http://tinyurl.com/ya6juht
    Totaler geistiger Standby.

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  2. Wie schön, haste dich selbst ad absurdum geführt. Feministinnen geht es um die Objektmachung der Frau und du vergleichst sie hier mit Musik. Wenn das mal kein gutes Beispiel ist... Sonst wird hier ja ständig geleugnet, dass es Diskriminierung gibt und für konstruiert erklärt.

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