Samstag, 17. Oktober 2009

"Lohndiskriminierung": Wie die Öffentlichkeit hinters Licht geführt wird

Vor Kurzem berichteten die Medien über eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung im Auftrag des Bundes-Familienministeriums, die wieder einmal die fortdauernde "Lohndiskriminierung" von Frauen zu belegen vorgab. Objektive Belege für eine solche Benachteiligung lassen sich aus ihr jedoch nicht entnehmen.
Hier der Manndat-Kommentar zur Studie.
Zitat:
'... Bei der Aufschlüsselung der sogenannten Lohndiskriminierung nach Wirtschaftszweigen wies der öffentliche Dienst mit 21,0% die zweitgrößte Differenz auf, gleich nach dem Versicherungs- und Kreditgewerbe (21,2%). Warum werden die Studienersteller an dieser Stelle nicht stutzig? Im Kredit- und Versicherungsgewerbe, wo ganz massiv provisions- (also leistungs-)orientiert entlohnt wird, kann man ja noch Begründungen für Verdienstunterschiede finden. Aber ausgerechnet der öffentliche Dienst, wo seit Jahrzehnten Frauen bei Einstellung und Beförderung bevorzugt werden, geschlechtsneutrale Tarifverträge mit lediglich postenabhängiger Vergütung existieren und ganze Heerscharen von Gleichstellungsbeauftragten sowie Frauenpolitiker(innen) penibel auf eine
Frauenbevorzugung achten, soll einer der größten Diskriminierer sein?
...'

1 Kommentar:

  1. Passt zum Eintrag

    Und immer weiter wird die Lüge über die Lohnbenachteiligung auch und besonders von Regierungsseite weitergetragen: Pressemitteilung vom Frauenministerium heute:
    http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=109243&sektor=pm&detail=1&r=387570&sid=&aktion=jour_pm&quelle=0
    Frauen bekommen 1/3 weniger Lohn für gleiche Arbeit!?
    Hoffentlich findet sich jemand, der auch in diesem Fall das Ministerium zum zurückrudern bringt.

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