Dienstag, 25. August 2009

Starke Frauen oder Bittstellerinnen?

Da lesen wir fast täglich von überlegenen und starken Frauen, die eigentlich alles besser können als Männer, sogar Fernsehserien unter dem Titel 'Frauen können's besser' legen Zeugnis ab von der Genialität des weiblichen Geschlechts.
Sobald es aber darum geht, beim Chef Lohnerhöhungen einzufordern, sind die Damen plötzlich ganz still und in sich gekehrt. Keine Anzeichen der sonst üblichen Stärke. Vielmehr haben wir es plötzlich mit furchtbar verschüchterten Mädchen zu tun, die, zu Boden blickend, den Mund nicht aufbekommen und wie unmündige Kinder an die Hand genommen werden müssen:

'...Verdient eine Frau weniger als ein gleichrangiger Kollege, sollte sie nach Meinung von Kanzlerin Merkel zu ihrem Chef gehen und mehr Geld fordern. Damit mache sie es sich zu einfach, meinen FDP und die Grünen. Frauen seien keine "Bittstellerinnen", sondern bräuchten Gesetze ... Die Grünen-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Renate Künast, sagte, Merkel habe "keine Ahnung von der Lebenswirklichkeit von Frauen". Sie mache die Frauen zu "Bittstellerinnen, statt ihnen mit Gesetzen den Rücken zu stärken." Es sei "beschämend, dass Frauen immer noch fast ein Viertel weniger verdienen als Männer." Nötig sei ein Gleichstellungsgesetz für die Wirtschaft ...' (n-tv)

Jemand, der höheren Lohn fordert, ist ein Bittsteller?
Bemerkenswert auch, dass Frauen trotz ihrer umfassenden Überlegenheit angeblich 'fast ein Viertel weniger verdienen als Männer'. Abgesehen davon, dass niemand eine Frau kennt, die bei gleicher Leistung(!) weniger verdient als ein Mann, muß man sich doch wundern, dass die Arbeitgeber, die locker ein Viertel Lohnkosten sparen könnten, nicht wenigstens in der Wirtschaftskrise die teuren Männer flugs feuern und statt dessen massenhaft billige Frauen einstellen.

1 Kommentar:

  1. Dett ist sowieso Schmarrn, ich frage mich wie sich das überhaupt durchgesetzt hat mit der Lohnschere..

    /ajk

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