Freitag, 28. August 2009

Friseurinnen gleichstellen?

' ... Ob Friseurin, Hotelfachfrau oder medizinische Fachangestellte – in Ausbildungsberufen, die mehrheitlich von Frauen gewählt werden, sind junge Frauen deutlich benachteiligt. Das zeigt der neue Ausbildungsreport der DGB-Jugend ... Junge Frauen schneiden sowohl bei der Vergütung als auch beim Überstundenausgleich und der Zahl der Urlaubstage deutlich schlechter ab als Auszubildende in männlich dominierten Berufen. Dort liegt die Ausbildungsvergütung im Schnitt mehr als 100 Euro oder fast 22 Prozent höher als in „Frauenberufen“ ... Auch bei den Urlaubstagen zeigen sich deutliche Unterschiede. Junge Metallbauer oder Elektroniker haben im Durchschnitt drei Tage mehr Urlaub als junge Friseurinnen oder medizinische Fachangestellte ...' (dgb)

Unterschiedliche Entlohnung hängt von der Branche ab, nicht vom Geschlecht. Dass die Bezahlung von Friseuren und Floristen nicht üppig ausfällt, dürfte sich herumgesprochen haben. Wenn den Mädels eine gute Bezahlung wichtig ist, dann sollten sie eben Metallbauerinnen oder Elektronikerinnen werden - oder hindert sie vielleicht das allgegenwärtige Patriarchat?
Frauen wählen ihren Job eher nach persönlicher Neigung; im Hinterkopf, dass sie einmal einen Partner haben werden, der mehr arbeitet und verdient. Von Frauen erwartet bekanntlich niemand, dass sie eine Familie ernähren können, von Männern dagegen schon. Das erklärt auch, weshalb Männer sich im Job stärker engagieren und besser bezahlte Tätigkeiten unabhängig von persönlicher Neigung wählen: Frauen wünschen sich Partner mit Geld und Status.
Solange junge Frauen nicht in der Lage oder willens sind, sich bei Partner- und Berufswahl von längst überkommenen Traditionen zu lösen und Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, wird sich kaum etwas ändern. Da hilft auch kein Geplärre nach 'Gleichstellung' von Tätigkeiten, die nicht gleich sind.

1 Kommentar:

  1. Nicht nur als Metallbauerinnen und Elektronikerinnen können Frauen Geld verdienen. Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung freudig vermeldet, ist ab jetzt auch der Beruf der Bergbautechnologin in Kraft. Denn das Bergbaugesesetz verbot traditionell (und nicht etwas zum Schutze der Frauen) die Beschäftigung von Frauen im Bergbau. Das ist jetzt anders. Also: Frauen in den Schacht.

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