Donnerstag, 27. August 2009

Frauenquote beim Bundesverfassungsgericht gefordert

In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (27.8.09) schreibt die Politikwissenschaftlerin (Quotenprofessorin?) Frau Landfried: "Gerade am Bundesverfassungsgericht, das nicht selten über frauenpolitische Fragen entscheidet, sollten die Kompetenz und die spezifische Erfahrung von Frauen in ausreichendem Maße vertreten sein. Wenn noch nicht einmal ein Fünftel der Richterstellen mit Frauen besetzt ist, dann zeigt dieses eine ausgeprägte Unterrepräsentation ... Es wäre daher sinnvoll, durch eine Quote eine angemessene Berücksichtigung von Frauen bei der Wahl der Verfassungsrichter sicherzustellen."

Frauenquoten gibt es ja schon lange und in vielen Bereichen, in den Parteien, im öffentlichen Dienst, bei der Bundeswehr, seit 2006 sogar für Bundesverdienstkreuze. Allerdings kann nicht festgestellt werden, dass sich durch die Quote in irgendeinem Bereich etwas verbessert hätte, außer für die betroffenen Frauen selbst, für die schlichtes Frausein als Qualifikation genügt, um gegenüber Männern privilegiert zu werden.

Es bleibt ohnehin die Frage offen, weshalb es ausgerechnet für das weibliche Geschlecht gut dotierte Quotenpöstchen, und nur um die geht es, geben soll. Warum nicht auch Quoten für Ausländer und Behinderte, Rothaarige und Atheisten, Raucher und Linkshänder? Für diese Gruppen sehe ich, nicht nur beim höchsten Gericht, eine ausgeprägte Unterrepräsentation.

Eine beschämende und mit der Gleichberechtigung unvereinbare Unterrepräsentation von Frauen gibt es übrigens tatsächlich: bei den Zwangsdiensten (Wehrdienst/Zivildienst). Die werden zu 100% von Männern erledigt.
Nicht zu vergessen die Unterrepräsentation der Damen in gefährlichen Berufen - fast alle tödlichen Berufsunfälle erleiden Männer.

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