Dienstag, 14. Juli 2009

Pech mit dem Frauenbevorzugungsgesetz

Es war eindeutig als Frauenbevorzugungsgesetz gedacht, aber weil das so einseitig klingt, haben die Entscheider es in Österreich Gleichbehandlungsgesetz genannt. Groß war die Hoffnung, zu kurz gekommenen und entrechteten Frauen endlich die Teilhabe an vermeintlichen Privilegien zu sichern, die angeblich nur Männern zustehen. („Frauen zahlen nicht länger drauf.“)
Aber ach - nun haben sich in erster Linie Männer bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft in Wien gemeldet. Hätte man das Frauenbevorzugungsgesetz auch so genannt, hätte ein derartiger Patzer nicht geschehen können.

Dementsprechend bemüht sich die Presse.com um die korrekte feministische Sichtweise und zitiert brav die Doppelnamen tragende Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft, der zufolge Frauen sich im Verhältnis zum realen Ausmaß ihrer Ungleichbehandlung einfach nur zu selten beschwerten. Feministinnen ist der Blick in die Lebenswirklichkeit offenbar völlig verstellt - sonst könnten sie sehen, dass es Frauen sind, die seit Jahrzehnten vom in erster Linie männerfinanzierten Staat und der gleichzeitig stark frauenzentrierten Gesellschaft über alle Maßen profitieren. Aber vermutlich sehen sie es und wollen nur noch mehr, mehr, mehr - und bekommen sogar Jobs im öffentlichen Dienst, in denen ihre einzige Qualifikation, das radikalfeministische 'Mehrwollen für Frauen', üppig entlohnt wird.

"Frauen, die die gleichen Rechte wie Männer fordern, sind auf jeden Fall bemerkenswert genügsam", soll Henning Venske vor Jahren geäußert haben. Der Scherzkeks.

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