Dienstag, 7. Juli 2009

Gender in the city

Es ist wirklich zum Heulen: Da haben Frauen im Laufe der Geschichte bestimmt zwei Dutzend wesentliche Dinge erfunden, ich denke da zum Beispiel an den Autoscheibenwischer, den Kaffeefilter und das Frequenzhopping. Und dennoch sind die meisten Straßennamen unverfrorenerweise nach Männern benannt, die doch allenfalls 98% aller Erfindungen gemacht haben. Zitat aus der Zeit:

'... Bei der Wahl von Straßennamen sind Frauen nicht nur deutlich unterrepräsentiert, sondern nach ihnen werden auch meist die weniger wichtigen, prestigeloseren Straßen benannt ...'

Die Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet allen Ernstes so genannte Gender-Walks durch Berlin. Die Führerinnen vertreten die Meinung, es ginge 'darum, wie sich Männer und Frauen den öffentlichen Raum aneignen und ihn gestalten – und damit nicht zuletzt um Macht.'
Mich persönlich würde interessieren, welchen Machtzuwachs Männer dadurch erfahren, dass viele Straßen nach Männern benannt werden.
Erstaunlicherweise findet die Tatsache, dass sämtliche Straßen, Gebäude, Strom- und Wasserversorgung nicht von Frauen, sondern von Männern aufgebaut und unterhalten werden, keine Erwähnung. Wurden und werden die Damen vielleicht von den gläsernen Decken des allgegenwärtigen Patriarchats daran gehindert, Schaufeln in die Hände zu nehmen?

1 Kommentar:

  1. na toll, wenn man herausfindet, dass männer durch die straßen-namen keinen machtzuwachs hatten, so können die verpeilten männerhasserinnen und ihre pudel das als beleg werten, dass männer ohnehin alle macht haben...

    irgendwie machen die das schon passend

    AntwortenLöschen