Sonntag, 12. Juli 2009

Der unnötige Herr Redakteur

Der Tagesspiegel und einer seiner Redakteure möchten offenbar bei Frauen punkten:

'Das unnötige Geschlecht. Die schlechten Nachrichten für das männliche Geschlecht reißen einfach nicht ab. Das kann man ganz unsentimental und sachlich feststellen – auch als Mann.

Schon 2003 konstatierte der britische Genetiker Steve Jones in seinem Buch „Der Mann – ein Irrtum der Natur“, der Mann sei biologisch nur eine reduzierte Frau, und prophezeite ihm, er werde aussterben – spätestens in einigen Millionen Jahren. Während die Frauen eine Männerdomäne nach der nächsten erobern, sucht der Mann immer verzweifelter nach seiner Identität. Als letzte Kernkompetenz scheint ihm nur noch die Produktion von Spermien geblieben zu sein ...'

Möglicherweise befindet sich der Herr Redakteur selbst auf verzweifelter Identitätssuche - für die große Mehrheit der Männer dürfte das jedoch kaum zutreffen. Warum auch, denn die Kriterien, nach denen sich Frauen Partner aussuchen, haben sich nicht geändert, den frauenbewegten Bemühungen zum Trotz. Zwar schwärmen die Damen gern von tollen Hausmännern, aber heiraten wollen sie solche Exemplare denn doch lieber nicht. Die deutschen Frauen sind es, die verzweifelt nach ihrer Identität suchen, seit sie ihre Rolle als vielfache Mütter verloren haben - derlei ist im biologischen und psychischen Programm nicht vorgesehen und das klägliche Nachäffen von Männern ('Erobern von Männerdomänen') bietet ihnen kein annehmbares Ersatzglück.

Nehmen wir an, Wissenschaftlern wäre es gelungen, weibliche Eizellen zu erzeugen. Ob der Herr Redakteur mit seiner Kernkompetenz 'Samenproduktion' wohl gewagt hätte, in vergleichbarer Weise vom unnötigen weiblichen Geschlecht zu fabulieren?

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